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Jeder Jahreswechsel wird in vielen Lebensbereichen zum Großreinemachen genutzt. Das sollte auch für den Geld- und Geldanlagebereich gelten. Vor allem weil das Thema Kontogebühren für viele Banken derzeit en Vogue ist.

Einstmals kostenfreie Angebote sind plötzlich zahlungspflichtig und sorgen damit – neben den ausbleibenden Zinsen für Anlagen – für weitere finanzielle Belastungen. Die Gründe für einen Kontowechsel müssen also nicht immer nur in besseren Leistungen zu suchen sein. Wenn nun ein Wechsel des Girokontos ins Haus steht, sollte genau überprüft werden, welche Leistungen wirklich benötigt werden. Für die meisten Menschen genügen aber die Girokonto-Angebote der zahlreichen Direktbanken bzw. Online-Angebote von Filialbanken.


Fünf Kriterien für die Girokontoauswahl:
– Niedrige bzw. keine Kontoführungsgebühren
– Kostenfreie EC-/Maestro-Karte
– Viele kostenfrei nutzbare Geldautomaten
– Kostenfreie Kreditkarte (nach Mindestumsatz)
– Einfache Bedienung im Internet und per App


Ist das passende Konto gefunden und die Anmeldung passiert, steht nach erfolgreicher Kontoeröffnung die Anpassung von Geldeingängen und -ausgängen auf der Agenda. Viele Banken bieten dazu einen entsprechenden Service an, die neue Bankverbindung den jeweiligen Zahlungspartnern mitzuteilen. Auf jeden Fall sollte jeder Kontobesitzer genau überprüfen, ob alle Daten entsprechend übernommen wurden und alles funktioniert. Die Übertragung von Daueraufträgen eins zu eins ist dabei die kleinste Aufgabe. Bei den Überweisungen aufs eigene Konto bzw. Einzugsermächtigungen für Dritte kann eine kleine Checkliste zu Hilfe genommen werden.


Mit der Checkliste zum Kontowechsel wird kein Zahlungspartner vergessen.
– Arbeitgeber / Rentenanstalten
– Familienkasse / Kindergeld
– Andere Banken und Finanzinstitute (Kredite, Kreditkarten, Sparpläne)
– Vermieter / Hausverwaltung
– Wasser- und Energieversorger
– Versicherungen (Krankenversicherung, Renten, Hausrat, Haftpflicht, Kfz, etc.)
– Kfz-Steuer (Hauptzollamt)
– Kindertagesstätte / Kindergarten
– Handy-/Telefon-/Internet-/Kabelanbieter
– GEZ
– Abonnements (Zeitschriften, Zeitungen, Pay-TV)
– Mitgliedschaften (Vereine, ADAC, Verbände, Sport- und Fitnessclub, etc.)
– Spenden


Wichtig: Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge aus dem vergangenen Jahr, um keine Zahlungspartner zu vergessen – etwa solche, die nur einmal im Jahr abbuchen. In den Mitteilungen an die jeweiligen Zahlungspartner sollten etwaige Kunden- oder Vertrags- und Mitgliedsnummern immer genannt werden. Oftmals reicht aber ein Eintrag im Online-Formular. Auf aufwendige und teure Briefe kann häufig verzichtet werden. Um einen reibungslosen Übergang zu erreichen, bietet es sich an, eine Übergangszeit von vier bis acht Wochen einzuplanen und in dieser Zeit das neue und das alte Girokonto parallel zu nutzen.

Dieser Beitrag ist ein Stück aus marktEINBLICKE – dem Quartals-Magazin der Börsenblogger-Redaktion für Geldanlage und Lebensart. Erhältlich am Kiosk, als Online-Ausgabe oder im Abo. www.markteinblicke.de

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