Märkte am Montag: DAX legt zu

Technologiewerte beenden weiteres starkes Quartal | Japans Wirtschaft schrumpft noch stärker

Bildquelle: markteinblicke.de

Die US-Börsen hatten die Vorwoche mit Verlusten beendet. Anleger nahmen bei den Tech- und KI-Highflyern einige Gewinne mit. Der Start in die neuen Woche verlief erfreulich. Im NASDAQ Composite lag das Plus bei 0,3 Prozent auf 17.786 Punkte. Der S&P 500 legte um 0,1 Prozent auf 5.465 Zähler zu, während der Dow Jones um 0,1 Prozent auf 39.146 Punkte kletterte. Somit fällt bisher auch der Start in das dritte Quartal positiv aus.

Die Performance für das abgelaufene zweite Quartal kann mehr als nur sehen lassen. Zwischen April und Juni legten S&P 500 und NASDAQ Composite um 3,9 bzw. 8,3 Prozent zu, während der Dow Jones 1,7 Prozent an Wert verlor. Auch damit zeigt sich der Umstand, dass es vor allem wenige Tech-Werte sind, die die Rallye getragen haben.

In dieser Woche wird es mit Blick auf die neuesten US-Arbeitsmarktdaten erneut um die Frage gehen, wann die Fed die Leitzinsen senkt. Außerdem machen sich Anleger für eine neue Berichtssaison bereits.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Märkten zeigten sich am Montagmorgen gemischt. Im japanischen Nikkei 225 stand ein leichtes Kursplus von 0,1 Prozent auf 39.631 Punkte zu Buche. In der Region standen beispielsweise einige chinesische Einkaufsmanagerindizes vom Wochenende im Fokus. Mit Blick auf die Industrie wurde ein Wert unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 gemessen. In Japan fiel wiederum der Rückgang des BIPs im ersten Quartal stärker als zunächst geschätzt aus. Der Wert für die Schrumpfung ging von 1,8 auf 2,9 Prozent nach oben.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigte sich am Montag stärker, obwohl die US-Börsen die Vorwoche etwas schwächer beendet hatten. Das Plus lag am Ende bei 0,30 Prozent auf 18.290,66 Punkte. Zu den Top-Performern zählten Zalando, Commerzbank und Deutsche Bank, während Merck, SAP und Sartorius am Indexende zu fanden waren.

Technisch hat sich die Situation im DAX aus Sicht der Helaba-Analysten aufgehellt, obwohl es dem DAX zuletzt nicht gelungen sei, die 21- und die 55-Tagelinie bei 18.326/33 Punkten zu überwinden. „Jedoch richten sich Stochastic und MACD gen Norden und der DMI ist dabei, auf Kauf zu wechseln. Die nächste Hürde fände sich erst bei 18.567. Eine Unterstützung zeigt sich in Form der 100-Tagelinie bei 18.062“, heißt es weiter

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Mit dem Endstand vom Freitag ist der DAX bis auf einen Punkt an das Top vom 29. April bei 18.236 herangelaufen. Kann der Index dieses Level per Tagesschluss überbieten, wäre ein Hochlauf an das Tief vom 4. Juni bei 18.366 und die 50-Tage-Linie (aktuell bei 18.380) denkbar. Darüber würde das Verlaufshoch vom 4. April bei 18.427 warten, bevor das Top vom 2. April bei 18.567 mit der Januar-Aufwärtstrendgerade bremsend wirken dürfte.

Das Short-Szenario: In der Gegenrichtung lässt sich der erste Halt jetzt wieder am Zwischenhoch vom 15. April bei 18.192 antragen, darunter sollte die 100-Tage-Linie (18.062) mit dem Vorwochentief bei 18.046 stützend wirken. Unterhalb dieses Niveaus müsste dann auf die 18.000er-Marke geachtet werden. Fallen die Notierungen unter die runde Tausender-Schwelle zurück, könnte es zu einem Rücksetzer an das Juni-Tief bei 17.951 und/oder an die beiden Tops vom 7. und 1. März bei 17.879 bzw. 17.817 kommen.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9J67 16.121,80 8,53 21,39 EUR
Turbo OS UM1629 16.813,78 12,59 14,50 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM5EPJ 20.398,60 8,48 21,52 EUR
Turbo OS UM4NDT 19.698,53 12,55 14,54 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 01.07.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Die Inflation im Euroraum dürfte im Juni laut Deka auf 2,4 Prozent nachgelassen haben. Für die Kernrate wird ein Rückgang auf 2,7 Prozent erwartet, vor allem aufgrund eines etwas geringeren Preisauftriebs bei Dienstleistungen. Insbesondere werden gegenüber dem Monat Mai weniger saisonbedingte Preiserhöhungen gesehen. Die entsprechenden Daten werden am morgigen Dienstag veröffentlicht.

Am Donnerstag stehen im Vereinigten Königreich Parlamentswahlen an: Umfragen sehen die Labour Party deutlich vorne. Allerdings zeichnen sich bei dem erwarteten Regierungswechsel laut Deka weder in der politischen Ausrichtung noch im makroökonomischen Ausblick größere Veränderungen ab.

Der Freitag steht im Zeichen der Bekanntgabe der neuesten US-Arbeitsmarktdaten. Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich zuletzt sehr robust. Allerdings würden Daten zur Anzahl offener Stellen darauf hindeuten, „dass die Überschussnachfrage der Unternehmen weiter abnimmt, was die Beschäftigungsdynamik perspektivisch dämpfen sollte“, so die Deka.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse