Deere macht sich unverzichtbar

Deere kämpft mit Problemen wie niedrigeren Rohstoffpreisen. Auch dank der KI dürfte der Landtechnik-Spezialist jedoch ein Comeback feiern.

Bildquelle: John Deere

Der Spezialist für Landtechnik Deere (WKN: 850866 / ISIN: US2441991054) hat derzeit mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen.

Dazu gehören niedrigere Rohstoffpreise, höhere Lagerbestände, hohe Zinsen und die Wetterunbeständigkeit, während Landwirte länger an ihren Maschinen festhalten.

Langfristige Entwicklungen wie das weltweite Bevölkerungswachstum oder der zunehmende Einsatz von Technik in der Landwirtschaft dürften dem Konzern aus dem US-Bundesstaat Illinois jedoch zugutekommen.

Schwierige Markbedingungen

In welcher Weise die aktuellen Herausforderungen in den Finanzen niederschlagen, zeigte anhand der Q2-Zahlen und der ein weiteres Mal gesenkten Gesamtjahresprognose. Zwischen Februar und April 2024 fielen die konzernweiten Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 15,4 Prozent auf 13,61 Mrd. US-Dollar, während der Nettogewinn um 17,1 Prozent auf 2,37 Mrd. US-Dollar abrutschte.

Zumindest lagen die Werte sowohl beim Gewinn als auch auf der Ergebnisseite oberhalb der Markterwartungen. Dort hatte man angesichts der schwierigen Marktlage mit noch schwächeren Ergebnissen gerechnet. Allerdings stellte Deere eine weitere Eintrübung in Aussicht. Entsprechend enttäuschte die Prognose für das zweite Halbjahr.

Die nächste Prognosesenkung

Im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 soll der Gewinn nur noch einen Wert von rund 7 Mrd. US-Dollar erreichen, nachdem man sich zuvor von Managementseite 7,50 bis 7,75 Mrd. US-Dollar zugetraut hatte. Besonders enttäuschend ist dabei der Umstand, dass die Steuerquote für Deere etwas vorteilhafter als zunächst gedacht ausfallen soll.

Diese soll bei 23 bis 25 Prozent liegen, während man zuvor von 24 bis 26 Prozent ausgegangen war. Darüber hinaus war es die zweite Prognosesenkung dieser Art in Serie. Ursprünglich hatte sich Deere für 2023/24 sogar einen Gewinn von 7,75 bis 8,25 Mrd. US-Dollar vorgenommen. musste diese Prognose jedoch bereits mit der Bekanntgabe der Q1-Zahlen einkassieren.

Deere steht bereit

Wenn die Menschheit jedoch langfristige Herausforderungen wie die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung bewerkstelligen möchte, dürfte kein Weg an Deere vorbeiführen. Zumal der zunehmende Technikeinsatz in der Landwirtschaft dem Branchenriesen zugutekommt.

Das Unternehmen steht mit vielen Produkten in Bereichen wie Computer Vision oder Machine Learning und Technologien wie „See & Spray“ bereit, um die Effizienz beispielsweise beim Einsatz von Unkrautvernichtern zu erhöhen.

Mein Fazit

Deere erlebet derzeit eine schwierige Phase. Diese scheint angesichts einer Prognosesenkung auch in der zweiten Jahreshälfte anzuhalten. Mittel- bis langfristig spielen dem Landtechnik-Spezialisten einige Entwicklungen jedoch in die Karten.

Wer nicht nur auf Deere, sondern gleich auf mehrere Unternehmen setzen möchte, die „wegen ihrer herausragenden Geschäftsmodelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in mehr als 100 Jahren noch erfolgreich am Markt agieren werden“, sollte einen Blick auf das Morgan Stanley Indexzertifikat (WKN: DA0ABN / ISIN: DE000DA0ABN5) auf den „Aktien für die Ewigkeit Index“. werfen. In diesem sind neben Deere unter anderem auch Apple, Costco, Walmart und Linde vertreten.