Märkte am Freitag: Gute Nachrichten für Varta

US-Börsen melden sich zurück | Arbeitsmarktdaten im Fokus

Bildquelle: markteinblicke.de

Nach der feiertagsbedingten Pause am gestrigen Donnerstag greifen heute auch Börsianer in den USA wieder in das Handelsgeschehen ein. Allerdings scheinen sich einige Anleger nach dem gestrigen Feiertag bereits in das lange Wochenende verabschiedet zu haben.

Die Kursbewegungen halten sich trotz Arbeitsmarktdaten in Grenzen. Ein Grund ist der Umstand, dass diese keine klaren Signale an einen Zeitpunkt für Leitzinssenkungen der Fed gesorgt haben.

Zuletzt gewann der S&P 500 rund 0,2 Prozent auf 5.545 Punkte hinzu. Im NASDAQ Composite lag das Plus bei 0,5 Prozent auf 18.279 Zähler, während der Dow Jones 0,1 Prozent auf 39.284 Punkt einbüßte.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Märkte zeigten sich am Freitagmorgen weitgehend schwächer. Der japanische Nikkei 225 konnte dabei zunächst auf neue Rekordstände klettern und zum ersten Mal überhaupt die Marke von 41.000 Punkten knacken.

Die Gewinne wurden jedoch nicht verteidigt. Das Barometer zeigte sich nahezu unverändert bei 40.912 Punkten. Für Enttäuschung sorgte der Blick auf die privaten Haushaltsausgaben. Diese fielen im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unerwartet um real 1,8 Prozent.

Dagegen kletterte der südkoreanische KOSPI deutlich nach oben. Schwergewicht Samsung geht für das zweite Quartal von einer Verfünfzehnfachung des Betriebsgewinns aus. Grund ist ein Anstieg bei den Halbleiterpreisen infolge des KI-Booms.

So steht´s um den DAX

Nach der gestrigen Kurserholung zeigt sich der DAX am Freitag weiter leicht positiv. Das Kursplus liegt bei 0,2 Prozent auf 18.480 Punkte.

Aus Sicht der Helaba-Analysten habe sich das technische Bild aufgehellt. Es gebe intakte Kaufsignale und die 55- und 21-Tagelinien seien überwunden worden.

„Diese stellen bei 18.366 bzw. 18.287 erste Haltemarken dar. Die 100-Tagelinie verläuft bei 18.116. Widerstände lokalisieren wir bei 18.470, 18.567 und bei 18.651“, heißt es weiter.

Zu den Top-Performern gehören im Leitindex DAX Continental, Zalando und Porsche AG, während die Verliererliste allen voran aus Deutsche Börse, Rheinmetall und Deutsche Bank besteht.

In der zweiten Reihe steht heute Varta (WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55) im Fokus. So will Porsche eine Mehrheits-Beteiligung an der V4Drive Battery GmbH, dem Geschäft mit Elektroautobatterien von Varta, übernehmen.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Nach dem Ausbruch über den kurzfristigen GD50 (aktuell bei 18.410) und dem Sprung auf ein neues Monatshoch sollte der DAX im nächsten Schritt auch über die 18.500er-Marke steigen. Zur Bestätigung müsste es anschließend über das April-Top bei 18.567 gehen. Gelingt der Break, würde das Zwischenhoch vom 12. Juni bei 18.652 mit der Januar-Aufwärtstrendgerade in den Fokus rücken. Darüber wäre Platz bis an das Top vom 6. Juni bei 18.785 Punkten.

Das Short-Szenario: Drehen die Notierungen dagegen wieder nach unten ab, müsste zunächst auf die 50-Tage-Linie geachtet werden. Darunter sollte das Vorwochenhoch bei 18.363 stützend wirken, ehe es zu einem Test des mittelfristigen GD100 (18.116) kommen könnte. Geht der schief, dürfte die runde 18.000er-Marke auf den Prüfstand gestellt werden. Weitere Unterstützungen wären dann am Juni-Tief bei 17.951 sowie im Bereich der beiden Tops vom 7. und 1. März bei 17.879 bzw. 17.817 zu finden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL911D 16.288,68 8,51 21,68 EUR
Turbo OS UL99AH 16.970,93 12,39 14,89 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM4257 20.609,29 8,54 21,61 EUR
Turbo OS UM30C8 19.935,03 12,41 14,86 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 05.07.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Der heutige Freitag steht ganz im Zeichen der Bekanntgabe der neuesten US-Arbeitsmarktdaten. Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich zuletzt sehr robust.

Dies galt auch weitgehend für den Juni. In der US-Wirtschaft wurden im Vormonat 206.000 neue Stellen geschaffen und damit etwas mehr als die von Analystenseite erwarteten 200.000 Arbeitsplätze. Allerdings kletterte die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent, erwartet wurde ein Wert von 4,0 Prozent.

Dies ist der höchste Stand seit Oktober 2021. Für die Fed sind dies mit Blick auf mögliche Leitzinssenkungen nun widersprüchliche Signale.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse