Bildquelle: markteinblicke.de

Aktien haben im Volksmund häufig nur etwas mit „spekulieren“ zu tun. Zugegeben, Kurssteigerungen sind nicht zu unterschätzen. Aber gleichzeitig wird die zweite Stütze dieser Anlageform, die Dividendenausschüttung häufig unterschätzt oder gar vergessen. Ein Fehler, wie die aktuelle Dividendenstudie wieder einmal zeigt.

Beeindruckende Zahlen. Die Dividendensaison 2018 läuft derzeit noch, aber bereits jetzt lässt sich ein Rekord feststellen. Nach dem schon sehr guten Dividendenjahrgang 2017, in dem erstmals alle vier Auswahlindices gleichzeitig neue Rekordmarken aufstellen konnten, und die Gesamtsumme die 47-Milliarden-Euro-Grenze geknackt hat, ging es diesmal sogar deutlich über die 50 Mrd. Euro, mit erneuten Rekordsummen über alle vier Auswahlindices hinweg.

Die Bestmarke aus dem Vorjahr wird um 11,6 Prozent übertroffen. Am meisten zahlen wie im Vorjahr Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000), Allianz (WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005) und Siemens (WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101) – in Summe rund 10,5 Mrd. Euro.

Der Dividendenjahrgang 2018 auf einen Blick

Quelle: DividendenAdel mit Bloomberg und Unternehmensangaben

Die Unternehmensgewinne sprudeln und die Aktionäre sind daran beteiligt. Deutlich wird dies durch die Dividendenstudie 2018 von DSW und DividendenAdel. Analysiert wurden die Gewinnausschüttungen aller im regulierten deutschen Aktienmarkt – bestehend aus Prime-, General- und Entry-Standard – notierten Gesellschaften.

Dividendensumme nach Marktsegmenten 2003-18

MDAX-Dividendensumme 2007 inkl. Altana-Sonderdividende (4,65 Mrd. €). Quelle: DividendenAdel mit Bloomberg und Unternehmensangaben

Wie massiv der Einfluss der Dividenden ist, belegt ein Blick zurück. Am 1. Januar 1988 wurden die Kurs- und die Performance-Variante des DAX offiziell eingeführt. Beide starteten bei 1.000 Punkten. Der Unterschied ist deutlich:

Während der DAX-Performance-Index, also der klassische DAX, mittlerweile ein Plus von rund 1.130 Prozent verzeichnen kann, steht bei seinem dividendenlosen Pendant lediglich ein Kursgewinn in Höhe von rund 480 Prozent zu Buche. Auch bei Dividenden darf man also den Zinseszinseffekt nicht vernachlässigen.

Dividendenaristokrat. Ein besonderes Highlight ist zudem der Gesundheitskonzern Fresenius (WKN: 578560 / ISIN: DE0005785604). Mit 25 Dividendenerhöhungen in Folge ist das Unternehmen der erste deutsche Dividendenaristokrat nach US-amerikanischer Lesart. Lässt man die beiden Sonderausschüttungen außen vor, hat Fresenius die Dividende seit 1993 jedes Jahr erhöht – von initial ( split – und währungsbereinigt) 0,01 Euro auf aktuell 0,55 Euro. Wer seit 25 Jahren investiert ist, realisiert auf seinen Einstand von umgerechnet 1,60 Euro nun 46 Prozent Dividendenrendite.

Fresenius: Kursentwicklung & Dividende 1994-2018

Quelle: DividendenAdel mit Bloomberg und Unternehmensangaben

FAZIT. Die neueste Dividendenstudie zeigt einmal mehr auf. Wer den eigenen langfristigen Vermögensaufbau ohne Aktien betriebt ist selbst schuld und bringt sich selbst um eine solide Rendite – und das auf Jahre und Jahrzehnte. Und wer diese Erkenntnisse gleich für die nächsten Generationen umsetzt – der macht als Eltern und Großeltern in Sachen Ausbildung und Vorsorge alles richtig.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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