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Die Bedeutung von passiven Indexprodukten bzw. ETFs wächst seit Jahren kontinuierlich. Das hat zur Folge, dass die großen Indizes immer mehr von automatischen Handelssystemen gesteuert werden. Das ist im Fall von Marktverwerfungen problematisch. Gleichzeitig bietet es aber auch Chancen – auch für Privatanleger.

Top 10. Die Frage, wem gehört ein Unternehmen eigentlich, lässt sich in der Regel nicht vollumfänglich beantworten. Aber der Vermögensverwalter Lazard hat jüngst eine interessante Grafik für den US-Markt veröffentlicht. Demnach gehören rund 31 Prozent des Gesamtwerts der 500 größten US-Unternehmen im Index S&P 500 zehn großen Fondsanbietern. An der Spitze stehen dabei die drei ETF-Riesen Vanguard, Blackrock und State Street. Diese allein besitzen 18,4 Prozent der Marktkapitalisierung des Index.

Damit stellt sich einmal mehr die Frage: Wenn ETFs immer mehr an Bedeutung gewinnen – wer reagiert dann eigentlich noch auf die Fakten? Soll heißen: Wieviele Anleger investieren tatsächlich noch auf Basis des dahinterstehenden Unternehmens? Klar ist: ETFs kaufen stur den Index.

Aber wenn die Zahl derer, die stur einen Index kaufen immer größer wird, haben diejenigen, die das nicht tun, eine immer größere Macht. Das kann positiv für alle sein, wenn es um steigende Kurse geht, das kann aber ebenso negativ sein, wenn die Kurse nach unten gehen.

Passiv anlegen ist kein Allheilmittel. ETFs waren und sind eine gute Möglichkeit, um von den allgemein guten Renditen am Aktienmarkt zu profitieren. Steigen die Kurse en Gros, steigt auch der Wert des ETFs. Allerdings ist ein Anleger damit immer nur so gut, wie der Gesamtmarkt. Eine Überrendite jenseits der oft langfristig erzielbaren Renditen von um die 8 Prozent, lässt sich so nicht erzielen. Dazu bedarf es eines ausgewählten Stock-Pickings.

FAZIT. Erfolg an der Börse ist vielfältig. Manch einer ist happy, wenn er mit einem DAX-ETF seine 6, 7, 8 Prozent im Jahr macht. Andere wollen mehr und tun dann auch was dafür. Das regelmäßige Recherchieren nach neuen, spannenden Ideen und das kontinuierliche beschäftigen mit Unternehmen macht schließlich auch Spaß und ist im Idealfall mit einer schönen Rendite verbunden.

Dazu gehört auch, nicht immer im, Strom aller zu kaufen und zu verkaufen, sondern auch einmal etwas gegen den Strom zu agieren. Wenn dann noch die Depot-Gebühren stimmen – schlägt das Anlegerherz höher. Wer unsicher über die Kosten seines Depots im Vergleich zu anderen ist, sollte einem einen Depot-Vergleich machen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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