Varta: Tropfen auf den heißen Stein

Bei einem möglichen Deal mit Porsche wittert Varta bereits den großen Befreiungsschlag. Doch so einfach ist es es dann doch nicht.

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Varta (WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55) gehört zu den größten Enttäuschungen am deutschen Aktienmarkt in den vergangenen Jahren. Lange Zeit gehörte der Batteriehersteller zu den Anlegerlieblingen.

Hoffnungsschimmer Porsche-Deal

Dafür hatte die Aussicht auf eine größere Beteiligung am Wachstumsmarkt Erneuerbare Energien gesorgt. Ende 2021 notierte die Aktie bei 181 Euro. Aktuell liegen die Notierungen bei rund 10 Euro. Ein Kursminus von fast 95 Prozent.

Das Unternehmen hatte beispielsweise mit hohen Lagerbeständen im Segment CoinPower zu kämpfen. Hinzu kamen hohe Material- und Energiekosten. Die implementierten Restrukturierungsmaßnahmen brauchen Zeit. Entsprechend erfreut zeigten sich Marktteilnehmer, als sie von Gesprächen mit Porsche hörten.

Porsche möchte eine Mehrheitsbeteiligung an der V4Drive Battery GmbH, dem Geschäft mit Elektroautobatterien von Varta, übernehmen. Laut Berenberg-Analystin Yasmin Steilen wäre ein solcher Deal jedoch kein „Game-Changer“. Auch Robert-Jan van der Horst verweist darauf, dass der Deal für die Restrukturierungsbemühungen von Varta nur eine untergeordnete Rolle spielen würde.