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Und da stand sie plötzlich auf den Monitoren der Händler, die Drei vor dem Komma bei der zehnjährigen US-Anleiherendite und brachte die Angst vor steigenden Zinsen zurück in die Köpfe der Anleger. Und was am deutschen Aktienmarkt mit einem DAX zur Eröffnung über 12.600 Punkten so hoffnungsvoll begann, fiel am Nachmittag wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Der Markt hatte sogar Mühe, die 12.500er Marke zurückzuerobern.

Damit kehrt ein altes Thema auf die Tagesordnung zurück. Denn schon Anfang Februar herrschte eine fast panikartige Stimmung, ausgelöst durch die Angst, dass eine einsetzende Inflation die Zentralbanken zu präventiven Zinsanhebungen drängen könnte. Jetzt lässt sich ein fast synchroner Anstieg der Renditen bei amerikanischen Renten und dem Ölpreis beobachten. Damals waren es noch die Hinweise in den Lohnstatistiken, heute könnte es der Ölpreis sein, der die nächsten Unruhen an den Märkten auslöst.

Für den DAX allerdings sieht es auch deshalb gar nicht so schlecht aus, weil in Europa die Zinsen nicht steigen. Und bei einer Fortsetzung des US-Anleiherenditen- und in Folge auch Dollaranstiegs hätte der DAX mit einem fallenden Euro gute Chancen, die Marke von 12.600 Punkten bei einem nächsten Test erfolgreich zu brechen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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