Bildquelle: Axel Schmidt | Siemens Healthineers

Siemens Healthineers (WKN: SHL100 / ISIN: DE000SHL1006) hat einen guten Börsenstart erwischt und viele Vorschusslorbeeren erhalten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die zukünftige Entwicklung ähnlich positiv ausfallen kann und den Vorschusslorbeeren gerecht wird.

DAX-Konzerne haben in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen damit gemacht, Tochterunternehmen abzuspalten und sie eigenständig an die Börse zu bringen. Im Fall der Energiekonzerne E.ON und RWE waren es Uniper und innogy, die für positive Schlagzeilen sorgten. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer brachte im Herbst 2015 mit Covestro sein Kunststoff-Geschäft an die Börse. Seitdem haben die Leverkusener immer weiter ihre Beteiligung reduziert und damit dank der guten Performance der Covestro-Aktie deutliche Gewinne erzielt. Die gute Performance und die Erhöhung der im Streubesitz befindlichen Aktienzahl sorgten letztlich dafür, dass Covestro in den deutschen Leitindex DAX aufgenommen wurde. Dort dürfte sich auch Siemens Healthineers in gar nicht allzu ferner Zukunft sehen.

Bei einem Blick auf die Marktkapitalisierung würde sich Siemens Healthineers schon heute irgendwo im DAX-Mittelfeld wiederfinden. Allerdings hat Siemens nur 15 Prozent der Anteile an seiner Medizintechniksparte unter Investoren verteilt. Für eine mögliche Aufnahme in die erste deutsche Börsenliga müsste der Streubesitzanteil deutlich steigen. Dass Anleger auf Siemens Healthineers stehen, wurde beim Börsengang am 16. März 2018 deutlich. Der Ausgabepreis lag bei 28 Euro, während der erste Kurs 29,10 Euro betrug. Am ersten Handelstag kletterte der Kurs sogar bis auf 30,57 Euro. In den darauffolgenden Tagen waren weitere Kurssteigerungen zu beobachten.

Damit es so positiv weitergeht, will Siemens Healthineers in Zukunft vor allem von den Wachstumsmöglichkeiten im Gesundheitssektor profitieren. Wichtige Trends wie der demografische Wandel, das Bevölkerungswachstum und der bessere Zugang zur Gesundheitsversorgung in Schwellenländern sowie die Zunahme chronischer Erkrankungen wurden von Managementseite als besonders wichtige Wachstumsfelder auserkoren. Siemens Healthineers steht mit seinen MRTs oder Ultraschall- und Röntgengeräten bereit, um von diesen Möglichkeiten zu profitieren. Und dies, nachdem die Medizintechniksparte in den vergangenen Jahren bereits sehr profitabel gearbeitet hat und im Gesamtkonzern mit die höchsten Margen vorzuweisen hatte.

Ein berühmtes Sprichwort besagt jedoch, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte. Auch im Fall von Siemens Healthineers sollten sich Anleger kein allzu schnelles Urteil erlauben. Zumal die erste Börseneuphorie inzwischen auch schon wieder verflogen zu sein scheint. Im April konnte die Siemens-Healthineers-Aktie nicht ganz an die starke Performance der ersten Handelstage herankommen. Trotzdem ist das Papier alles andere als günstig. Bei einem Blick auf die FactSet-Gewinnschätzungen ergibt sich derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20. Es dürfte also für das Management nicht einfach werden, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Zumal die Gesundheitsbranche angesichts der ausufernden Kosten weltweit unter Sparzwang geraten könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Siemens-Healthineers-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DS3HFN / ISIN: DE000DS3HFN5) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 5,53, die Barriere bei 27,30 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DS3HG1 / ISIN: DE000DS3HG11, aktueller Hebel 4,09; Barriere bei 37,00 Euro) auf fallende Kurse der Siemens-Healthineers-Aktie setzen.

Stand: 26.04.2018/ Ein Gastkommentar von Christian-Hendrik Knappe, db x-markets

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