Bildquelle: markteinblicke.de

Investments in Immobilien sind und bleiben das Geldanlage-Thema in Deutschland. Die Frage ist dabei: Wie ist es um die Wertentwicklung der eigenen vier Wände künftig bestellt. Schließlich möchte niemand Eigentum besitzen, das im Laufe der Zeit immer mehr an Wert verliert.

Wichtige Studie. Gemeinsam mit dem Hamburgischen WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) ist die Postbank in der Studie Wohnatlas 2018 der Frage nachgegangen, wo Immobilien in Deutschland bis 2030 an Wert gewinnen bzw. verlieren werden. Diese Informationen sind sowohl für Haus- bzw. Wohnungsbesitzer als auch für Kaufwillige von entscheidender Bedeutung. Als Faustregel gilt:

Wenn die Preise in einem Ort steigen, legt auch der Wert der Immobilie zu. Diese Preisprognosen sind für viele Aspekte rund um das Thema Immobilien interessant: durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter, Mieteinnahmen und voraussichtlicher Verkaufspreis. Der Wohnatlas umfasst die Daten für insgesamt 401 Städte und Landkreise in der gesamten Bundesrepublik Deutschland

Wo sich kaufen noch lohnt… Vor allem in Ballungsräumen werden die Preise für Immobilien immer weiter ansteigen. Immobilienbesitzer können aber auch in gefragten ländlichen Regionen davon ausgehen, dass ihr Eigenheim an Wert gewinnt. In 54,9 Prozent der 401 deutschen Städte und Landkreise verzeichnet die Studie eine Preissteigerung.

So finden beispielsweise Käufer in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg nahezu durchgehend Top-Rahmenbedingungen für Wohneigentum. Zu den zehn Regionen mit der höchsten prognostizierten Wertsteigerung zählen acht süddeutsche Kreise und Städte, darunter auch die Umgebung Münchens. Das Gebiet rund um die bayerische Landeshauptstadt steht im deutschlandweiten Ranking mit einer jährlichen Steigerung von 1,81 Prozent auf Platz 5. Der Spitzenreiter des Klassements kommt jedoch nicht aus Bayern, sondern aus dem Nachbarbundesland Baden-Württemberg:

In der Stadt Heilbronn ist mit 2,99 Prozent pro Jahr laut Prognose die mit Abstand stärkste Preissteigerung zu erwarten. In die Top 10 schafften es außerdem Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam (+ 1,66 Prozent) und Cloppenburg in Niedersachsen (+ 1,82 Prozent).

Ungünstige Aussichten. Im Vergleich zu Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg oder auch Schleswig-Holstein stellt sich die Lage in den neuen Bundesländern deutlich kritischer dar. In vielen östlichen Landkreisen verzeichnet die Prognose negative Wachstumsraten. Im Klartext: Die dortigen Immobilien verlieren jährlich an Wert. Ausschlaggebend dafür ist insbesondere der Bevölkerungsrückgang in vielen Teilen Ostdeutschlands.

Schlusslicht des Rankings bildet die kreisfreie Stadt Suhl in Thüringen. Hier wird ein Preistrend von jährlich -5,52 Prozent vorausgesagt. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (- 4,65 Prozent) und in der Stadt Frankfurt/Oder (- 4,23 Prozent) sind die Aussichten ebenfalls alles andere als rosig.

FAZIT. Den Immobilienboom in Deutschland gibt es nicht. Vielmehr ist die Entwicklung in den einzelnen Regionen höchst unterschiedlich. Bei aller Rendite steht bei Immobilieninvestments aufgrund des Klumpenrisikos immer die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Investition im Raum. Mit stärker diversifizierbaren Investments wie Aktie lässt sich ebenfalls eine sehr gute Rendite einfahren, ohne den organisatorischen Aufwand einer Immobilie. Für uns ist daher ein selbstgenutzte Immobilie zwar sinnvoll, aber der Rest des Anlagevermögens sollte auf andere Assetklassen wie Aktien gestreut werden.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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