Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

„Buy in May…“ dürfte es zumindest aus technischer Sicht jetzt für den deutschen Aktienmarkt jetzt erste einmal heißen. Der DAX durchbricht am ersten Handelstag im Monat Mai den wichtigen Widerstand bei knapp über 12.600 und die 200-Tage-Linie bei rund 12.670 Punkten. Damit stößt der Index die Tür zur 13.000er Marke weit auf und auch neue Rekorde sind in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen.

Dem schwächeren Euro sei Dank, aber auch den sich zumindest nicht verschärfenden Tönen im Handelsstreit. Die Poker-Strategie des Donald Trump läuft weiter und die Börse hakt das Thema Strafzölle nach dem Aufschub erst einmal ab.

Der Euro fiel heute Morgen zwischenzeitlich schon unter die Marke von 1,20 US-Dollar und setzt damit den Abwärtstrend beschleunigt fort. Die Zinsen in den USA steigen, was den Dollar attraktiver macht. Die Angst vor einer aggressiveren US-Notenbank in Folge einer höheren Inflation und die stärkere Währung dürften sich stärker auf die Wall Street auswirken. Zwar bliebe auch der DAX nicht von stark fallenden Aktienkursen in den USA verschont, aber zumindest besteht in diesem Umfeld eine gute Chance, dass die europäischen Märkte etwas von dem aufholen, was auf der Strecke blieb, als die Wall Street sie abhängte.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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