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Auch wenn heute alles am deutschen Aktienmarkt erst einmal nach Verschnaufpause aussieht, die Börsenampel bleibt nach dem dynamischen Ausbruch von gestern im DAX auf Grün. Auch wäre es nicht verwunderlich, wenn der Index die ehemalige Widerstandszone um 12.650 Punkte noch einmal, aber jetzt als Unterstützung, anläuft. Mittel- bis langfristig aber sind nun das Ziel die magische Marke von 13.000 und das Allzeithoch bei knapp über 13.500 Punkten.

Auch der Euro sollte weiter nachgeben, nachdem in den USA die Notenbank auf eine Inflation nahe ihrer Zielmarke von zwei Prozent hinwies. In Erwartung nächster Zinsschritte nach oben dürfte sich der Dollar in den kommenden Wochen weiter erholen und der im Gegenzug schwächere Euro die Gewinne der exportorientierten Unternehmen aus dem Euroraum und Deutschland aufbessern. Das dürfte gleich doppelt positiv aufgenommen werden, da mit dem heute vorgelegten Zahlenwerk einiger Unternehmen schon deutlich wurde, dass der in den vergangenen 12 Monaten gestiegene Euro zwar seine Spuren in der Bilanz hinterließ, aber die Richtung weiter wachsender Gewinne dennoch stimmt.

Es besteht vor diesem Hintergrund jetzt die einmalige Chance, dass die europäischen Märkte inklusive des DAX etwas von dem aufholen, was auf der Strecke blieb, als die Wall Street sie wegen der Euphorie in Sachen Konjunkturprogrammen und Steuerreform der Trump-Administration abhängte.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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