Bildquelle: Pressefoto GESCO AG

Die jüngste Vergangenheit war alles andere als erfreulich für die GESCO AG (WKN: A1K020 / ISISN: DE000A1K0201), eine Holding, die auf Hidden Champions setzt [siehe auch hier]. Einer dieser Champions, die Dörrenberg Edelstahl, eine 90-prozentige Tochter, hat ein Kartellverfahren wegen unerlaubter Preisabsprachen an den Hacken. Da die Sache am Image und auch am Kurs klebt, will sie Gesco nun gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 8,5 Millionen Euro beenden. Eine entsprechende Rückstellung wurde gebildet.

Erwartet wird nun ein Konzernjahresüberschuss, den Negativeffekt durch die Kartellstrafe schon eingerechnet, von 16,0 Millionen Euro; im Vorjahr waren es 7,9 Millionen (0,79 je Aktie) Euro. Die Prognose für das operative Ergebnis wird von 20 bis 21 Millionen Euro auf nun – recht exakte – 23,5 Millionen Euro angehoben. Bei einem aktuellen Börsenwert von 321 Millionen Euro würde sich bei dem angestrebten Nettogewinn ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20,1 errechnen. Das ist nicht sensationell, aber es lichtet sich etwas bei der Gesco-Holding, was sich auch beim Aktien-Kurs bemerkbar macht.

GESCO-Chart: boerse-frankfurt.de

Als erste Reaktion auf die Adhoc-Meldung über die neue Prognose stieg der Gesco-Kurs bis auf 30,70 Euro und übersprang damit den seit Dezember (2017) bestehenden Abwärtstrend (siehe Chart unten). Zugleich wurde auch die 200-Tage-Durchschnittslinie, die derzeit bei 29,90 Euro verläuft angekratzt.

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Thomas Schumm / Pressefoto GESCO AG

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