Bildquelle: markteinblicke.de

Heute konnte man die Angst vor einer unheilvollen Ankündigung des US-Präsidenten auf dem Börsenparkett deutlich spüren. Während Obama an den Börsen kaum eine Rolle spielte, hat sein Nachfolger Trump das Spiel mit den Märkten so gut im Griff, dass mittlerweile jede Ankündigung das Potenzial hat, die Märkte in Aufruhr zu versetzen. Der US-Präsident hat eine Bedeutung für die Märkte, die man in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten sonst nur von Notenbankpräsidenten gewohnt war. Das aber ist auch ein Zeichen für eine Normalisierung der Zustände an den Finanzmärkten. Trump steht damit für die Staffelübergabe von der Geld- zurück zur Fiskalpolitik.

Dieser Schritt aber fehlt noch gänzlich mit Blick auf die Eurozone. Die bessere Entwicklung des Deutschen Aktienindex relativ zur Wall Street ist damit auch leicht als bloße Reaktion auf die Euroabwertung zu entlarven. Hier gibt es neben Effekten vom Devisenmarkt kaum eine eigene Stärke. Daher sollten Anleger weiterhin einen Blick auf die 200-Tage-Linie im S&P 500 Index werfen. Deren Bruch könnte auch den DAX wieder mit in die Tiefe reißen.

 

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei