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Gestern war ein denkwürdiger Tag an der Wall Street. Investoren, die der US-Regierung für drei Monate Geld leihen, erhalten aufs Jahr gerechnet mehr Zinsen als sie im S&P 500 Index an Dividendenrendite erwarten können. Dieser Anstieg der Zinsen wird Vermögensverwalter, die bereits hohe Aktienquoten fahren, nicht dazu motivieren, selbige noch weiter zu erhöhen.

So konnte man nach einer langen Gewinnserie an der Wall Street gestern gut beobachten, dass die Käufer an Kraft verloren haben. Wir haben es jetzt mit einem ausgeglichenen Kräfteverhältnis zwischen Käufern und Verkäufern zu tun. Nun wittern die Bären ihre Chance und wir könnten eine Korrektur an den Aktienbörsen vor uns haben.

Auch der Ölpreis stieg gestern weiter an. Technisch betrachtet besteht hier noch weiteres Aufwärtspotenzial. Jetzt lässt sich auch wieder die unheilvolle Kopplung steigender Ölpreise mit wachsenden Inflationssorgen erkennen, abzulesen an einer Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen, die wieder über drei Prozent gestiegen ist.

Es ist damit gut möglich, dass der Deutsche Aktienindex die 13.000-Punkte-Marke im ersten Anlauf nicht direkt überschreiten wird.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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