Nun hat sie es endlich getan: Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 4,75 bis 5,00 Prozent gesenkt. Und die Märkte feierten dies. Ein bisschen komisch ist das schon, denn:
Eine so hohe Zinssenkung erlebten die Börsen in den vergangenen 20 Jahren nur während der Weltfinanzkrise und der Corona-Pandemie. Sprich in echten Krisen-Zeiten. Dieses Mal scheint die Sorge der Fed um den US-Arbeitsmarkt größer gewesen zu sein, als die Angst vor der Inflation, die uns in den vergangenen zwei Jahren oft an der Börse als einer der Hauptgründe genannt wurde, wenn es nicht lief. Amerikas Kerninflation stagnierte zuletzt bei 3,2 Prozent, bei der Fed ist man aber überzeugt, dass diese weiter sinkt. Na dann…
Die Zinssenkung der US-Notenbank hat einen Tag später den deutschen Aktienmarkt auf neue Rekordstände gehievt. Der DAX stieg erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 19.000 Punkten. Allgemein sieht es an den Börsen gut aus. Konkret:
Mehr als 60 Prozent der Aktien im STOXX 600, der die Entwicklung von 600 börsennotierten Unternehmen aus 17 europäischen Ländern abbildet, sind in den vergangenen sechs Monaten stärker gestiegen als der Leitindex selbst. Das gleiche Bild zeigt sich auch an der Wall Street: Hier sind im breiten S&P 500-Index in den vergangenen drei Monaten beinahe so viele Aktien wie nie zuvor stärker gestiegen als der US-Leitindex. Erinnern wir uns:
„Anfang des Jahres war die Performance dies- und jenseits des Atlantiks noch durch einige wenige Titel getragen worden – ein Trend, der vorerst nicht wieder zurückkehren dürfte“, analysiert Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. „Die Gewinne dürften entsprechend auch künftig auf breiterer Front anfallen.“
Das marktEINBLICKE-Fazit
Dranbleiben, heißt die Devise. Gehen wir einmal mehr entspannt in die nächste Börsenwoche. Sie als langfristig engagierter Anleger in Baustein-Aktien wissen schließlich:
Die Zeit arbeitet für Anleger. Je länger der Anlagezeitraum ist, desto geringer sind die Ausschläge nach unten – deshalb ist es so wichtig, sich über den Anlagehorizont bewusst zu werden. Und eines sollten Sie weiterhin beherzigen:
Durchgehend (und am besten regelmäßig) investiert zu bleiben. Das zahlt sich aus.
In diesem Sinne, bleiben Sie weiter engagiert (an der Börse), alle Daten der kommenden Handelswoche und Prognosen zu den Quartalsergebnissen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.
Ihre marktEINBLICKE-Herausgeber
Christoph A. Scherbaum & Marc. O. Schmidt








