Bildquelle: markteinblicke.de

Wer sich in den vergangenen Wochen wunderte, wo die Gewinnmitnahmen auf die starke Kaufwelle am deutschen Aktienmarkt bleiben, erhielt heute die Antwort. Erst verkauften ein paar kurzfristig und technisch orientierte Trader, dann zwanzig, dann zweihundert weitere Anleger und am Ende führte eine Kettenreaktion zu dem kleinen Ausverkauf, den wir heute erlebten.

Das bedeutet vor allem, dass viele Anleger ihre Stoppkurse sehr eng an das Kursgeschehen gelegt haben, um bei direkt weiter steigenden Kursen mit dabei zu sein, aber immer mit dem Finger am Abzug, sollte es dann einmal doch kräftiger nach unten gehen. Was wir heute erlebt haben, war ein kleiner Kater auf die Rally, die den DAX seit dem Tief bei knapp unter 11.700 Punkten zeitweise um über 1.500 Punkte hat steigen lassen. Das ist technisch gesund.

Nachher werden alle Augen der Investoren noch auf das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank gerichtet sein. In den USA hat sich die Zinsstrukturkurve abgeflacht, was in der Vergangenheit ein ziemlich sicheres Indiz dafür war, dass sich am Horizont der Konjunktur eine Rezession abzeichnet. Da es bereits drei Mitglieder des Zinskomitees der Federal Reserve gab, die wegen dieser Signallage auf einen gemäßigten geldpolitischen Kurs drängten, dürften man heute ganz genau nachlesen wollen, wie dieses Thema im Wortlaut diskutiert worden ist.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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