So wird der Dienstag an der Börse

US-Tech-Sektor unter Druck | DAX-Potenzial nach unten

Bildquelle: markteinblicke.de

In den USA sorgten ein neuer Hurrikan, höhere Anleihenzinsen und negative Analystenkommentare im Hinblick auf einige Technologiewerte für einen schwachen Wochenauftakt.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite beendete den gestrigen Montaghandel mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 17.923 Punkte, während der S&P 500 rund 1,0 Prozent auf 5.695 einbüßte. Im Dow Jones Industrial Average lag das Minus bei 0,9 Prozent auf 41.954 Zähler.

Im weiteren Wochenverlauf schauen Anleger unter anderem auf die Fed Minutes und die neuesten Inflationsdaten. Schließlich haben die starken September-Arbeitsmarktdaten dafür gesorgt, dass Anfang November eine Zinssenkung der Fed um weitere 50 Basispunkte vom Tisch sein sollte.

Es wird am Markt sogar befürchtet, dass die US-Währungshüter ganz auf eine Leitzinssenkung verzichten könnten, da sich insbesondere die Kerninflation in den USA weiterhin sehr hartnäckig zeigt.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Dienstagmorgen weitgehend schwächer. Der japanische Nikkei 225 verlor rund 1,0 Prozent auf 38.937 Punkte. Mit einem Minus von 7,8 Prozent erlebte der Hongkonger Hang Seng einen deutlichen Einbruch.

Ein Grund dafür ist der Umstand, dass die chinesischen Behörden nach einigen vollmundigen Ankündigungen nun mit Blick auf die geld- und fiskalpolitischen Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft die Erwartungen enttäuschten. Insbesondere fehlten zuletzt Einzelheiten zu den geplanten Maßnahmenpaketen.

So steht´s um den DAX

Der DAX setzt am Dienstag seinen Rückzug fort. Schwache Vorgaben aus den USA, steigende Ölpreise infolge der Verschärfung des Nahostkonflikts sowie höhere US-Anleihenzinsen drücken auf die Stimmung.

Die Analysten bei der Helaba verweisen jedoch darauf, dass der DAX sich noch oberhalb der 21-Tagelinie (18.878)halten konnte. „Zwar steht der DMI auf Kauf, der ADX hat aber an Dynamik eingebüßt, ebenso wie der MACD. Stochastic und RSI geben zudem nach. Unter der 21-Tagelinie bestünde Raum bis zum 61,8 %-Level (18.698)“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 08.10.2024, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Um neue Impulse auf der Oberseite freizusetzen, sollten die heimischen Blue Chips zunächst über die 19.250er-Marke steigen, in deren Bereich zuletzt eine kleinere Hürde entstanden ist. Gelingt der Sprung über dieses Niveau per Tagesschluss, könnte sich ein Sprint an das amtierende Allzeithoch vom 27. September bei 19.492 entwickeln. Darüber wäre der Weg dann vorerst frei von weiteren Widerständen.

Das Short-Szenario: Hält die gestern angestoßene Abwärtstendenz hingegen an, müsste zunächst auf das Tagestief vom 26. September bei 19.088, das Zwischenhoch vom 19. September bei 19.045 und das Verlaufshoch vom 24. September bei 19.029 geachtet werden. Fallen die Notierungen unter dieses Level, würde sofort die 19.000er-Schwelle mit dem aktuellen Monatstief und der unteren Kante des offenen Gaps vom 26. September bei 18.919 als Auffangzone nachrücken. Darunter käme das Mai-Top bei 18.893 mit dem Zwischenhoch vom 28. Mai bei 18.855 als Haltestelle infrage, bevor es zu weiteren Abgaben bis zum Juli-Top bei 18.779 und/oder der Auffangzone zwischen 18.678/18.647 kommen könnte.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM9W5D 16.763,31 8,38 22,70 EUR
Turbo OS UM88CF 17.510,49 12,50 15,23 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UP1W82 21.284,63 8,41 22,61 EUR
Turbo OS UM41SV 20.540,39 12,52 15,19 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 08.10.2024, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Hierzulande steht die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Fokus. Diese ist laut Angaben des Statistischen Bundesamtes im August 2024 gegenüber Juli 2024 um 2,9 Prozent gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Juni 2024 bis August 2024 um 1,3 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse