Bildquelle: Pressefoto Daimler

Trotz der Rekordabsätze von Mercedes-Benz muss Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) derzeit mit einigem Gegenwind fertig werden. Vor allem in der Diesel-Frage. Auch US-Präsident Donald Trump entscheidet über das Schicksal der Schwaben. Umso erleichterter wird man beim DAX-Konzern feststellen, dass man derzeit auf dem wichtigsten Automarkt der Welt ein hohes Tempo an den Tag legen kann.

Donald Trump hält die weltweiten Aktienmärkte derzeit gleich in mehrfacher Hinsicht auf Trab. Zuletzt sorgte vor allem das Hin und Her in der Frage eines Treffens mit der Führung Nordkoreas für Aufsehen. Außerdem ist das Thema Handel beinahe auf der Tagesordnung zu finden. Im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit schien es eine Entspannung gegeben zu haben. Gleichzeitig wirft Trump auch der EU seit geraumer Zeit unfaire Handelspraktiken vor. In diesem Zusammenhang bringt er gerne Strafzölle auf US-Autoimporte ins Spiel. Kein Wunder, dass Autokonzerne ganz genau hinschauen, wenn sich der US-Präsident wieder einmal über den Kurznachrichtendienst Twitter zum Thema Handel äußert.

Mögliche US-Zölle auf Autoimporte sind jedoch nicht der einzige Grund, warum Automobilwerte wie Daimler im bisherigen Jahresverlauf vergleichsweise schwach abgeschnitten haben. Ein anderer ist das Dauerthema Diesel. Zuletzt sind die Schwaben beim Thema Abgasreinigung sogar verstärkt in den Fokus des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) geraten. Dieses Thema dürfte die Autobranche insgesamt und Daimler sowie seine Pkw-Marke Mercedes-Benz noch eine ganze Weile begleiten.

Als Antwort haben die Autobauer enorme Investitionen in elektrisch betriebene Fahrzeugmodelle angekündigt. Allerdings brauchen solche großen Umwälzungen auch ihre Zeit. Zudem zeigten sich Anleger zuletzt nicht gerade begeistert, dass die geplanten Milliardeninvestitionen in neue Technologien die Ergebnisse in den kommenden Jahren belasten dürften. Umso erfreuter wird man bei den Schwaben sein, dass die Absätze bei Mercedes-Benz weiterhin Rekordwerte erreichen. Insbesondere in China.

Mit 192.000 Einheiten erreichten die April-Verkäufe von Mercedes-Benz laut Unternehmensangaben vom 7. Mai 2018 einen neuen Höchstwert. Allein in der Region Asien-Pazifik wurde mit 80.000 abgesetzten Pkw ein neuer Verkaufsrekord erzielt. Das Plus gegenüber dem Vorjahr lag dort bei 17,2 Prozent. Seit Jahresbeginn 2018 verzeichnete die Marke Mercedes-Benz insgesamt ein Absatzplus von 6,2 Prozent auf 786.862 Fahrzeuge. Während die Absätze in China weiterhin rasant wachsen, wird man auch bei Daimler erfreut zur Kenntnis genommen haben, dass der europäische Automarkt nach einer Delle im März im Monat April ein starkes Comeback verbuchen konnte.

Trotz der starken Absatzstatistiken bei Mercedes-Benz kam der Kurs der Daimler-Aktie zuletzt nicht vom Fleck. Die jüngste Kursschwäche hat das Papier noch günstiger gemacht, so dass Schnäppchenjäger über einen Einstieg nachdenken könnten. Als Impulsgeber könnte das starke Abschneiden der Schwaben in China dienen. Zumal Daimler mit dem langjährigen Joint-Venture-Partner BAIC und dem neuen Großaktionär Li Shufu, Chef des chinesischen Autobauers Geely, alles andere als auf sich allein gestellt ist, wenn es um die Entwicklung von Zukunftstechnologien und die Eroberung des inzwischen wichtigsten Automarktes der Welt geht.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DL9J6K / ISIN: DE000DL9J6K3) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,40, die Barriere bei 51,35 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: XM0RB7 / ISIN: DE000XM0RB75, aktueller Hebel 3,32; Barriere bei 78,20 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 29.05.2018/ Ein Gastkommentar von Christian-Hendrik Knappe, db x-markets

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