Bei SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) läuft es weiter rund. Die Cloud-Erlöse wachsen weiter, während sich die jüngsten Einsparungen auf der Ergebnisseite positiv bemerkbar machen.
Gleichzeitig macht das Zukunftsthema KI Fortschritte. Diese hilf bei internen Prozessen, wird aber auch zunehmende in Anwendungen für Kunden implementiert.
Transformationsprogramm sorgt für Effizienzsteigerungen
Die SAP-Aktie schoss am Dienstag um mehr als 5 Prozent in die Höhe und konnte dabei auf neue Rekordstände klettern. Und dies, nachdem das Papier des größten europäischen Softwarekonzerns seit Jahresbeginn 2024 bereits mehr als 50 Prozent an Wert zugelegt hatten.
Damit gehört der mit Abstand wertvollste deutsche Konzern auch zu den DAX-Top-Performern im Börsenjahr 2024. Zu der jüngsten Euphorie hatten die erneut positiv aufgenommenen Geschäftszahlen bei den Walldorfern beigetragen.
Während sich das Wachstum der Clouderlöse laut Vorstandschef Christian Klein zuletzt „außerordentlich gut“ entwickelte, zeigte sich Finanzvorstand Dominik Asam zufrieden, dass das Transformationsprogramm 2024 bereits für erste Effizienzsteigerungen sorgte.
„Wir erzielten dadurch ein starkes Betriebsergebnis und einen starken Free Cashflow und setzten gleichzeitig unsere dynamische Umsatzentwicklung fort. Wir konzentrieren uns nun darauf, im vierten Quartal an diesen Erfolg anzuknüpfen, um unsere Zielsetzungen für 2025 trotz eines äußerst unbeständigen Umfelds zu erreichen“, so der Manager weiter.
SAP traut sich noch mehr zu
Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis kletterte im dritten Quartal mit einem Plus von 27 auf 2,24 Mrd. Euro überraschend stark an. Ein Grund, warum das Ziel für das Gesamtjahr bei dieser Kennziffer von 7,6 bis 7,9 Mrd. Euro auf 7,8 bis 8,0 Mrd. Euro.
Diese Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von 20 bis 23 Prozent. Die Cloud- und Softwareerlöse werden währungsbereinigt in einer Spanne zwischen 29,5 und 29,8 Mrd. Euro gesehen, nach zuvor 29,0 bis 29,5 Mrd. Euro. Im Vorjahr lag der Wert bei 26,92 Mrd. Euro. Damit würde die Prognose einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent entsprechen.
Für jeden etwas dabei
Für UBS-Analyst Analyst Michael Briest waren die jüngsten SAP-Zahlen Anlass genug, das Kursziel für die SAP-Aktie von 222,00 auf 237,00 Euro anzuheben und das „Buy“-Rating zu bestätigen. Neben einer anhaltend guten Umsatzdynamik wird von Analystenseite auch auf starke Ergebnisse verwiesen. Ganz besonders positiv herausstechen würde der Free Cashflow.
Baader Bank-Analyst Knut Woller verweist seinerseits auf ein bemerkenswert gut verlaufenes Geschäft mit Softwarelizenzen und die Dynamik bei Großaufträgen im Cloud-Geschäft. J.P. Morgan-Mann Toby Ogg gefiel der Umstand, dass das Wachstum des Auftragsbestands robust sei und sich das Wachstum des Umsatzes im Cloud-Geschäft sogar beschleunigen würde.
Das marktEINBLICKE-Fazit
Trotz der starken Performance im bisherigen Jahresverlauf sollte die SAP-Aktie weiterhin Luft nach oben haben. Schließlich zieht das Wachstum in wichtigen Bereichen an, während die Umbaumaßnahmen und Einsparungen auf der Ergebnisseite beginnen, Früchte zu tragen.
Wer auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von vielversprechenden europäischen Large-Cap-Unternehmen setzen möchte, kann sich das Indexzertifikat (WKN: DA0AC3/ ISIN: DE000DA0AC39) auf den GRANOLAS European Champions Index anschauen. In diesem Index sind Big Player aus Europa wie ASML, Nestlé oder LVMH vertreten.









