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Bridgewater Associates erwartet, dass 2019 ein „gefährliches Jahr“ wird und ist pessimistisch für alle „finanziellen Vermögenswerte“ gestimmt.

Das von Starinvestor Ray Dalio gegründete Unternehmen Bridgewater Associates ist die weltgrößte Hedgefongdsgesellschaft und verwaltet insgesamt rund 160 Milliarden Dollar für mehr als 350 institutionelle Anleger in verschiedenen Anlagevehikeln. Nachdem Bridgewater Associates in den vergangenen Jahren meist bullisch für die Entwicklung der Aktien- und Anleihemärkte eingestellt war, hat sich die Einschätzung zuletzt deutlich eingetrübt:

Wir sind in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte bärisch, weil sich die US-Wirtschaft in Richtung des späten Zyklus bewegt, Liquidität abgebaut wurde und die Märkte trotz des sich wandelnden Umfelds eine Fortsetzung der jüngsten Bedingungen eingepreist haben„, schreibt Bridgewater Associates in einer der jüngsten Ausgaben seiner „Daily Obervations“.

Nach Einschätzung von Bridgewater Associates dürfte die US-Notenbank dem Markt weiter Liquidität entziehen, indem sie ihre Bilanzsumme reduziert und an ihrem Zinserhöhungskurs festhält – obwohl sich die US-Wirtschaft in Richtung eines wirtschaftlichen Abschwungs entwickelt und sich die Bedingungen deutlich eintrüben dürften. Im kommenden Jahr könnte noch hinzukommen, dass der auch der Stimulus durch die Steuersenkungen unter Trump nachlassen dürfte:

2019 zeichnet sich als ein gefährliches Jahr ab, da der fiskalpolitische Impuls nachlässt, während die Auswirkungen der Straffung der Fed ihren Höhepunkt erreichen werden„, schreibt Bridgewater Associates. Da an den Finanzmärkten die Entwicklung in der Realwirtschaft vorweggenommen werde, sei die Gefahr für Anleger bereits jetzt groß.

Ungefähr seit Jahresanfang zeigt sich die Straffung der US-Geldpolitik bereits deutlich in der Reduzierung der Fed-Bilanzsumme, wie in der folgenden Grafik zu sehen ist.

Doch die Märkte scheinen das Zusammenwirken zahlreicher negativer Faktoren bisher zu ignorieren. So ist nach Einschätzung von Bridgewater Associates bislang weder die Gefahr einer zu stark steigenden Inflation eingepreist, noch das Risiko einer Deflation, für die es im nächsten Abschwung eine „hohe Wahrscheinlichkeit“ geben dürfte. „Wir bezweifeln, dass dieses Bild der Ruhe, das an den Märkten eingepreist ist, sich tatsächlich bewahrheiten wird„, schreibt Bridgewater Associates.

Anfang des Jahres hatte Bridgewater Associates bereits milliardenschwere Short-Positionen auf DAX-Aktien und europäische Blue Chips eröffnet. Inzwischen wurden die Positionen zumindest bei den DAX-Aktien aber wieder geschlossen oder so verkleinert, dass sie unter der Meldeschwelle von 0,5 Prozent der ausstehenden Aktien liegen.

Am US-Aktienmarkt sowie in den Emerging Markets war Bridgewater Associates per Ende März netto long positioniert, auch wenn die Positionsgrößen im Vergleich zum Vorquartal teilweise deutlich reduziert wurden.

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Autor: Oliver Baron, Redakteur bei GodmodeTrader.de

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