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Na endlich! Am heutigen Donnerstag schoss der DAX regelrecht in die Höhe und überquerte zeitweise sogar die Marke von 13.100 Punkten. Nach der jüngsten EZB-Sitzung und noch vor dem ersten WM-Spiel in Russland herrschte auf Anlegerseite Jubelstimmung.

Das war heute los. Die EZB wird ihre Anleihenkäufe ab Oktober von 30 auf 15 Mrd. Euro pro Monat drosseln und zum Ende dieses Jahres einstellen. Trotzdem bleibt die Geldpolitik weiterhin sehr locker. Bis mindestens Mitte 2019 soll die derzeitige Nullzinspolitik weitergefahren werden. Außerdem dürften den Investoren die positiven Kommentare von EZB-Chef Mario Draghi zur Konjunktur gefallen haben.

Das waren die Tops & Flops. Die gute Marktstimmung konnten im DAX vor allem die beiden Versorgerwerte E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) und RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) nutzen. Die RWE-Aktie legte mit einem zwischenzeitlichen Kursplus von etwas mehr als 3 Prozent den steileren Anstieg hin. Damit setzte sich die gute Stimmung rund um RWE und E.ON fort, nachdem sie bereits gestern von der Aussicht auf höhere Strompreise profitieren konnten.

Nicht ganz so rosig lief der Tag für die Commerzbank-Aktie (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001). Gerade die Banken sollten von steigenden Zinsen profitieren. Doch nun, da sich die europäischen Währungshüter für ihre Zinswende etwas mehr Zeit lassen möchten, sind dies möglicherweise keine guten Nachrichten für Commerzbank & Co. In der Spitze ging es für die Aktie des Instituts um rund 2 Prozent nach unten.

In der zweiten Reihe stand vor allem der Modekonzern Gerry Weber (WKN: 330410 / ISIN: DE0003304101) im Fokus. Ein enttäuschender Geschäftsverlauf sowie die Kosten eines weiteren Spar- und Umbauprogramms sorgten dafür, dass das Unternehmen die Prognose für das laufende Geschäftsjahr senken musste. Die Gerry-Weber-Aktie, die nicht einmal mehr im Kleinwerteindex SDAX vertreten ist, verlor heute in der Spitze mehr als 10 Prozent an Wert.

Das steht morgen an. Zum Ende dieser Woche dürften erneut die Automobilwerte im Fokus stehen. Der Branchenverband ACEA wird die Mai-Zahlen zu den europäischen Pkw-Neuzulassungen veröffentlichen. Darüber hinaus werden einige Inflationsdaten bekannt gegeben. Aus den USA erreichen uns am morgigen Freitagnachmittag der Empire State Produktionsindikator (Juni), die Mai-Daten zur US-Industrieproduktion und das Konsumklima der Uni Michigan für den Monat Juni.

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