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Der Zusammenbruch des Euro nach den Aussagen der Europäischen Zentralbank gestern löste am deutschen Aktienmarkt eine Rally aus, die an der Wall Street gar nicht stattfand. Der Impuls kam damit ganz klar vom Devisenmarkt. Der DAX muss nun das Mai-Hoch bei 13.151 Punkten auf Tagesschlussbasis knacken. Dort liegt ein „Betonwiderstand“.

Das Wirtschaftswachstum in der Welt driftet auseinander. China und Japan behielten diese Woche die Geldpolitik bei, da die Wachstumsdaten auf eine Abschwächung hindeuten. Die EZB nannte ebenfalls mehr Risiken und Gefahren als Chancen und rückte damit den ersten Zinsschritt weit in die Ferne.

Auf der anderen Seite aber steht eine US-Wirtschaft, die sich vor dem Hintergrund eines sich abschwächenden Weltwirtschaftswachstums gerade noch einmal beschleunigt. Das ist mit Schulden erkauft, denn handelspolitisch spitzt sich die Lage durch die Verabschiedung von Strafzöllen gegen China zu. Die erratische amerikanische Handelspolitik scheint das Wachstum weltweit abzukühlen, was letzten Endes auch die US-Wirtschaft mit nach unten ziehen könnte. Also Vorsicht bleibt bei aller Euphorie angesagt!

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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