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Die Angst vor einem Handelskrieg hat die Hoffnungen auf eine Sommerrally an den Börsen zerstört. Hält nun aus technischer Sicht im Deutschen Aktienindex die Marke von 12.544 Punkten nicht, könnten die Kurse schnell um weitere 800 Punkte einbrechen.

Offenbar ist es den Abgeordneten im US-Senat gelungen, das Embargo gegen den chinesischen Telekomausrüster ZTE an Trump vorbeizuspielen. Damit steht er geschwächt da, da er dem chinesischen Premier etwas versprochen hat, was er nicht halten konnte.

Trump wirft in den Verhandlungen mit China alles in die Waagschale, vor allem aber die aktuelle Stärke der US-Wirtschaft. Der Vorteil des chinesischen, auf Lebenszeit vereidigten Premiers ist allerdings, dass er sich mit seiner Regierung im Herbst nicht Zwischenwahlen stellen muss. Trump arbeitet dagegen unter Zeitdruck. Für die Börsen bleibt zu hoffen, dass die Sommerpause für eine Entschleunigung der unheilvollen Abwärtsspirale gegenseitigen verbalen Wettrüstens in Sachen Strafzölle sorgt.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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