Bildquelle: markteinblicke.de

Dass Investments abseits der Börse nicht unbedingt das halten, was sie versprechen, hat der Skandal um die Container-Firma P&R wieder einmal gezeigt. Doch es geht noch dreister, wie ein neue Warnung von Verbraucherschützern zeigt. Dabei ist eine ordentliche Rendite auch ganz ohne Betrug möglich.

Immer schön unkonkret. Die Marktwächterexperten der Verbraucherzentralen haben wieder einmal aufsehenerregende Anlegertäuschung publik gemacht. Es geht dabei um dubiose Angebote im Internet aber auch in den Sozialen Medien. Diese werben mit hohen Renditen und dauerhaftem „passivem Einkommen“. Aber selten erfahren Interessenten Konkretes über die Geschäftsmodelle, mit denen diese Gewinne erwirtschaftet werden sollen. Sehr oft treffen sie jedoch auf Strukturen, die wie verbotene Schneeballsysteme aussehen. Den Verbraucherzentralen liegen Beschwerden aus elf Bundesländern zu unterschiedlichsten Anbietern vor. Die Internetseiten haben oft gar kein Impressum oder geben einen Unternehmenssitz im Ausland an.

Durch die Hintertür. Anleger geraten dabei auch durchaus unfreiwillig in die Fänge der Betrüger. Beispielsweise nahmen Anbieter Kontakt über Jobangebote oder einen Aufruf in einem Spielsuchtforum auf. Die Recherchen des Marktwächterteams ergaben außerdem, dass bei Facebook ein Like unter einem Beitrag genügt, um direkt vom Anbieter kontaktiert zu werden. Über den Facebook-Messenger wiederum werden zum Beispiel Handynummern ausgetauscht, die Zutritt zu WhatsApp-Gruppen verschaffen.

Auslandsadressen. Die Marktwächterexperten haben sich aufgrund der Beschwerden die Internetseiten von über 50 Anbietern näher angesehen: In mehr als der Hälfte der Fälle fehlte das Impressum. „Das ist kein gutes Zeichen“, sagt Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Mehr als zwei Drittel der untersuchten Internet-Domains sind im Ausland registriert, davon sogar mehrere bei ein und derselben Postfachadresse in Panama. Verbraucher hätten große Schwierigkeiten, ihre Rechte hier durchzusetzen.“

FAZIT. Dubiose Renditeversprechungen abseits der Börse haben sich in den letzten Jahren selten als solide Investments entpuppt. Dabei gilt die Vorsicht sowohl bei vermeintlich sicheren, da haptischen, Gütern wie Containern, als auch bei dubiosen Internetangeboten, wie im aktuellen Fall. Das einzige was gegen solche Schwindler, Betrüger und Bauernfänger hilft, ist Transparenz bei der einzig sinnvollen langfristigen Anlageform: Der Aktie. Und keine Aktie vor der vermeintlich unsicheren Aktie. Ein breit diversifiziertes Depot ist der beste Schutz gegen Totalausfälle.

TIPP. Wer nicht weiß, wie das Anlegen an der Börse geht – es ist erlernbar: Für den Anfang tut es gute Börsenliteratur. Wir haben einige interessante Börsen- und Anlagebücher zusammengestellt, die nicht nur die Grundlagen vermitteln, sondern auch darüberhinaus das Vertrauen in die Aktie stärken. Anschließend sollte man sich an ein Depot wagen. Dank eines Depot-Vergleichs lassen sich rasch die jeweils günstigsten Angebote herausfiltern und schon kann es losgehen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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