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Der Deutsche Aktienindex ist in der verbalen Schlammschlacht der Regierungen der beiden Konjunkturlokomotiven der Welt, USA und China, noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Der Index fiel nicht unter 12.544 Punkte und damit gibt es auch kein Signal für eine Trendwende. Jetzt geht es für die Käufer darum, Zeit zu gewinnen, in der Hoffnung, dass sich die für alle belastende Situation im Handelskonflikt über die anstehende Sommerpause hoffentlich etwas abschwächt. Auf dem Weg nach oben aber befindet sich ein schwer zu durchdringendes und entmutigendes Dickicht, gebildet aus technischen Widerständen und handelspolitischen Unwägbarkeiten.

Präsident Donald Trump möchte die Dinge zu Gunsten der Vereinigten Staaten verändern. Der Umkehrschluss dieses Bestrebens bedeutet in diesem Fall eine Entwicklung zu Lasten aller anderen, die sich nicht mit ihm gut stellen. Dass Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) mit Ford (WKN: 502391 / ISIN: US3453708600) gemeinsam strategisch nun die Themen autonomes Fahren und Elektro-Mobilität angehen möchte, ist angesichts bereits angedrohter Strafzölle gegen deutsche Autos taktisch klug. Schließlich hat VW dann im Ernstfall ein Argument dafür, im neu entstehenden Technologiezentrum in Detroit gemeinsam mit Ford an den Themen der Zukunft zu arbeiten.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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