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Nun ist es passiert, der Deutsche Aktienindex ist unter die aus technischer Sicht wichtige Unterstützung bei 12.544 Punkte gefallen. Damit herrscht Alarmstufe Rot zumindest an der Börse in Frankfurt. Die heutige Gewinnwarnung von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) könnte nur der Anfang sein in einer Kette von negativen Effekten des Handelsstreits auf die Weltwirtschaft, so die Angst an der Börse. Und die immer noch hohen Bewertungen der Aktien sind geradezu anfällig für solche Nachrichten wie heute vom Stuttgarter Autobauer.

Bis heute Mittag sah es noch so aus, als würde sich das Szenario einer Stabilisierung im DAX fortsetzen. Jetzt muss man sich aber mit der Aussicht auf noch schwächere Kurse am deutschen Aktienmarkt anfreunden. Die Stimmung ist negativ, aber das ist vielleicht die letzte Chance. Umso mehr Anleger glauben, dass es jetzt abwärts gehen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Trendwende. Wenn alle verkauft haben, dreht der Kurs oft von ganz allein wieder nach oben.

Wir sehen immer weiter auseinanderdriftende Bewegungen bei Nebenwerten und Technologietiteln und der Old Economy. Die einen steigen weiter, die anderen werden im Moment gemieden. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die starken Aktien die schwachen mit nach oben befördern und nicht umgekehrt.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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