Bildquelle: Pressefoto ElringKlinger AG

Vergangene Woche zog die Gewinnwarnung von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) den Automobilsektor nach unten. Nun geht es auf Zuliefererseite weiter: ElringKlinger (WKN: 785602 / ISIN: DE0007856023) hat seine Prognose gesenkt.

Der schwäbische Zulieferer begründete den Schritt laut Ad-hoc-Mitteilung mit „einer unverändert hohen allgemeinen Unsicherheit – sowohl in politischer und makroökonomischer als auch in operativer Hinsicht“. Offenbar wurde auf Basis der konsolidierten Ergebnisse für die Monate April und Mai 2018 festgestellt, dass die Rohstoffpreise, v.a. für Polyamid, Stahl und Aluminium, weiter angezogen sind und für erhebliche zusätzliche Belastungen im Gesamtkonzern sorgen. Zudem werden sich laut ElringKlinger die anhaltend hohen Folgekosten aus der unverändert starken Nachfrage in der NAFTA-Region weiterhin im Ergebnis niederschlagen.

Diese Faktoren können 2018 bis zu 2 Prozentpunkte an Ergebnismarge ausmachen, so dass das Unternehmen für 2018 nunmehr von einer Ergebnismarge vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation von rund 7 Prozent ausgeht. Bislang rechnete der Konzern hier mit einer Marge von rund 9 Prozent. Die Umsatzerwartungen für 2018, nämlich das Wachstum der globalen Automobilproduktion organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen, bleiben unverändert bestehen.

Inwiefern hier die Handelsstreitigkeiten bereits berücksichtigt sind, bleibt unerwähnt. Zu vermuten ist aber, dass die Preisentwicklung der genannten Rohstoffe wie Polyamid, Stahl und Aluminium von Strafzöllen davon bereits jetzt beeinflusst sind. Insofern ist Elringklinger das zweite prominente Opfer des Handelskriegs.

Für die Aktie des im SDAX notierten Automobilzulieferers bedeutet der heutige Kurssturz von rund 9 Prozent einmal mehr einen Schlag ins Kontor. Die Aktie kennt seit Jahren nur den Weg nach unten und notiert inzwischen auf dem Niveau von 2009. Dabei sollte die Fokussierung auf zukunftsweisende, grüne Technologien genau das Gegenteil beweisen. Nun heißt es wohl weiter auf den Turnaround warten.

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Bildquelle: Pressefoto ElringKlinger AG

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