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Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt angeschlagen, nachdem der DAX in der vergangenen Woche die Unterstützung bei 12.544 Punkten durchbrochen hat. Nur eine schnelle Zurückeroberung dieser Marke würde dem Markt jetzt helfen. Aber leider sind keine neuen Impulse und damit mögliche Kaufsignale in Sicht. Woher diese inmitten der handelsschwachen Sommerzeit kommen sollen, ist fraglich. Die großen Indizes an der Wall Street stehen aktuell an zentralen Unterstützungen. Ausgerechnet die Wall Street, die in den vergangenen Monaten das Zugpferd für den DAX war, könnte jetzt die Bleikugel werden, die den Index mit nach unten zieht.

Neue Androhungen über weiterreichende Handelsschranken von US-Präsident Trump schüren neue Unruhe an den Börsen. Nachdem man Chinas Regierung nicht zum freiwilligen Verzicht auf den Technologietransfer durch Strafzölle bewegen konnte, scheint man es nun der heimischen Wirtschaft untersagen zu wollen, Technologie nach China zu exportieren. Die US-Regierung greift damit einschränkend auf den strategischen Gestaltungsspielraum der eigenen Wirtschaft ein. Das ist eigentlich für sich betrachtet ein Erfolg für China.

Zudem empfiehlt die Bank für internationalen Zahlungsausgleich den Zentralbanken, vorübergehende Volatilitäten an den Börsen zu ignorieren. Das erhöht das Risiko, dass beim nächsten Ausverkauf am Aktienmarkt keine Schützenhilfe mehr in Form irgendwelcher beschwichtigender Worte der Zentralbanken zu erwarten sind.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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