Bildquelle: Pressebild DÜRR AG

Die Dürr-Aktie (WKN: 556520 / ISIN: DE0005565204) hat sich durch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 optisch deutlich verbilligt. Aber reicht das, um neues Kurspotenzial zu wecken?

Durch die Ausgabe der Gratisaktien hat sich per 22. Juni 2018 die Gesamtzahl der Dürr-Aktien von 34.601.040 auf 69.202.080 verdoppelt. Demzufolge hat sich Kurs der Dürr-Aktie an diesem Tag rechnerisch halbiert.

So günstig das Papier mit Kursen von knapp über 40 Euro auch zeigt, die Fundamentaldaten haben sich ebensowenig geändert wie die Charttechnik. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist nach wie vor signifikant. Solange die Aktie unter dieser Linie bleibt, stehen zumindest aus langfristiger charttechnischer Sicht die Ampeln auf Rot.

Fundamental gibt es derzeit nichts neues. Mitte Mai hatte Dürr auf vergleichbarer Basis gute Quartalszahlen und einen gewachsenen Auftragseingang gemeldet. Für 2018 blickte Dürr damals positiv gestimmt in die Zukunft. So erwartet Dürr für 2018 einen Umsatz von 3,7 bis 3,9 Mrd. Euro. Damit wird der Umsatz voraussichtlich höher ausfallen als 2017, obwohl die veräußerte Ecoclean-Gruppe im ersten Quartal 2017 noch 45,8 Mio. Euro beisteuerte. Der Auftragseingang soll 3,6 bis 3,9 Mrd. Euro erreichen. Inwiefern die Handelsauseinandersetzungen sich auf das Geschäft auswirken, ist noch offen.

FAZIT. Generell gibt es zu Dürr nichts schlechtes zu sagen. Nach dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe geht es dem MDAX-Konzern gut. Durch Akquisitionen, wie jüngst der Übernahme des Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox, schafft sich Dürr neue Erfolgsquellen. Doch ob diese Mühe im aktuellen Umfeld ausreichen? Die komplette Automobilbranche steht angesichts des Technologiewandels hin zur E-Mobilität unter besonderer Beobachtung und die Handelsauseinandersetzungen der USA mit der EU und China machen es nicht besser. Kurzfristig dürfte das Kurspotenzial daher begrenzt sein – sofern Dürr nicht selbst gute Nachrichten produziert. Langfristig bleibt Dürr aber ein interessanter Titel. Die Baader Bank etwa bekräftigt ihre positive Einschätzung („Buy“) mit Kursziel 55 Euro. Das entspricht immerhin einem Potenzial von rund 30 Prozent.

Alternativ zu einer Direktanlage bietet sich auch ein HVB Mini Future Bull auf Dürr (WKN: HU8BNB / ISIN: DE000HU8BNB8) an. Wer jedoch bei Dürr Short gehen möchte, hat mit einem entsprechenden HVB Future Bear auf die Aktie des Automobilzulieferers (WKN: HU81PL / ISIN: DE000HU81PL3) die Gelegenheit von fallenden Kursen zu profitieren.

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