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Trotz des Ausscheidens der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Russland schienen DAX-Anleger zunächst bereit zu sein, dem Barometer zu einer weiteren Stabilisierung zu verhelfen. Allerdings scheiterte dieser Versuch, der DAX rutschte in der Folge tief in die Verlustzone.

Das war heute los. Derzeit will am Markt einfach keine Ruhe einkehren. Das Dauerthema Handelsstreit und die Sorgen vor einem ergebnislosen EU-Gipfel drückten am heutigen Donnerstag einmal mehr auf die Anlegerstimmung. Während es vor einigen Tagen noch um eine Rückeroberung der 200-Tage-Linie und sogar der 13.000-Punkte-Marke ging, wackelt nun sogar die 12.000-Zähler-Marke.

Das waren die Tops & Flops. An der DAX-Spitze zeigte sich ein wohlbekanntes Bild. Aufgrund der allgemeinen Marktturbulenzen waren einmal mehr ganz besonders die so genannten defensiven Werte aus den Bereichen Energieversorgung, Konsumgüter oder Gesundheit gefragt. Mit einem zwischenzeitlichen Kurssprung von 2 Prozent machte sich dabei die RWE-Aktie (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) besonders gut.

Dagegen verlor die Infineon-Aktie (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) am Indexende zweitweise mehr als 5 Prozent an Wert und setzte die Talfahrt der vergangenen Tage fort. Dabei leidet die gesamte Technologiebranche darunter, dass sich der chinesisch-amerikanische Handelsstreit nun auf den Technologiesektor zu konzentrieren scheint.

Einen noch schlechteren Tag erlebte die Osram-Aktie (WKN: LED400 / ISIN: DE000LED4000). Der MDAX-Wert stürzte in der Spitze um mehr als 22 Prozent ab, nachdem der Lichtkonzern und die ehemalige Siemens-Tochtergesellschaft eine Gewinnwarnung ausgesprochen hatte. Als Begründung für die schwächeren Aussichten wurden aktuelle Entwicklungen in der Automobilindustrie angeführt.

Das steht morgen an. In Brüssel steht der zweite Tag des EU-Gipfels auf dem Programm. Darüber hinaus werden einige wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Hierzulande dürften vor allem die neuesten europäischen Inflationsdaten eine Rolle spielen. Außerdem werden die deutschen Juni-Arbeitsmarktdaten sowie die Mai-Einzelhandelsumsätze bekannt gegeben. Am Nachmittag erreichen uns aus den USA die Mai-Daten zum privaten Konsum und den persönlichen Einnahmen. Außerdem wird das neueste Konsumklima der Uni Michigan veröffentlicht.

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