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„America First“ macht das Börsenklima rauer. Heute sorgten Berichte über ein wiederholtes Drängen des US-Präsidenten zu einem Austritt aus der Welthandelsorganisation für Furore. Von Trump-Tweets gepeinigte Anleger bringen sich pragmatisch in Deckung und verkaufen. Es dürfte rechtlich sehr schwierig für die USA sein, aus der WTO auszutreten. Aber schon allein die Bereitschaft eines US-Präsidenten zum WTO-Austritt ruft bei vielen Anlegern blankes Entsetzen hervor.

Die Politik streitet über den Handel und die Welt befindet sich in Aufruhr. Mit Sicherheit lässt sich über den Handelskonflikt nur eines sagen: Er ist gewiss nicht ausgestanden. Verlässliche globale Wirtschaftsstrukturen wanken und damit nimmt die Halbwertzeit von Trends an den Börsen rapide ab. Die Stimmung auf dem Parkett gleicht dem Wetter am Meer: Gerade schien noch die Sonne, dann gibt es Starkregen und ein heftiges Gewitter mit Donner und Blitzen.

In dieser Woche bewegte sich der Deutsche Aktienindex unter dem Strich seitwärts. Nach einer Korrektur von rund 1.000 Punkten aber ist das gleichbedeutend mit der dringend benötigten Stabilisierung. Jetzt könnte deshalb die überfällige Gegenbewegung starten. Dazu müsste der Index zunächst über 12.420 Punkte steigen. Ein Stück auf diesem Weg hat der DAX heute schon mal geschafft. Dabei halfen die Einigung des EU-Rats, bessere Vorgaben aus Fernost und die wachsende Überzeugung, dass der Markt zu schnell zu tief gefallen ist.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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