Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Heute steht der Showdown im Unionsstreit ganz oben auf der Liste der Risiken, die von der Nachrichtenlage ausgehen. Egal, wie das Ergebnis aussieht, der Termin dürfte Volatilität in beide Richtungen auslösen. Reichen CDU und CSU die Scheidung ein, könnte das den Deutschen Aktienindex einige hundert Punkte kosten. Ebenso ist ein Kurssprung möglich, wenn heute weißer Rauch in Berlin aufsteigt. Zudem wird am Freitag die erste Stufe amerikanischer Strafzölle gegen China gezündet, und es ist jederzeit damit zu rechnen, dass Peking bis dahin noch etwas unternimmt.

Unsicherheit überschattet somit den sommerlichen Handel an der Frankfurter Börse. Unter 12.145 Punkten im DAX droht ein Abrutschen auf 11.882 Punkte. Das ist das Kursziel des Doppeltops, das der DAX im Mai und Juni ausgebildet hat. Die großen Indizes an der Wall Street haben es am Freitag erneut nicht geschafft, die Anfang der Woche gebrochenen zentralen Unterstützungen zurückzuerobern.

Das ist Ausgangslage, mit der die Märkte in die neue Woche starten. Die Verkäufer könnten den Schwung abwärts in die neue Woche tragen und die Unterstützungen unter Beschuss nehmen. Und es sieht mit Blick auf den Terminmarkt auch aktuell so aus, als würden die US-Börsen heute komplett abtauchen. Daraus könnte sich die nächste Richtung im Markt entwickeln.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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