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Wenn sich die Politik streitet und das Gefüge im Welthandel ins Wanken gerät, regiert Unsicherheit die Märkte. Da fehlen dann auch nach einem 1000-Punkte-Rutsch die Jubiläumsgäste, die den Deutschen Aktienindex an seinem 30-jährigen Geburtstag hochleben lassen.

Aber die Unterstützung bei 12.145 Punkten hält. Noch. Ein neues Verkaufssignal bleibt damit aus. Der DAX robbt sich abwartend seitwärts durch den Sommer. Aber immer sichtbarer thront eine Frage über allem: Ob die Börsenstimmung noch einmal besser werden kann als sie es im Januar gewesen ist, noch bevor Handelskonflikte wüteten, sich die Gewinnmargen der Firmen abschwächten und das weltweite Wachstum mit Ausnahme der fiskalpolitisch zwangsstimulierten US-Wirtschaft nachließ.

Zunächst aber steht in den nächsten Stunden der Showdown im Unionsstreit ganz oben auf der Beobachtungsliste der Investoren. Egal, wie das Ergebnis aussieht, es dürfte Volatilität in beide Richtungen auslösen. Reichen CDU und CSU die Scheidung ein, könnte das den Deutschen Aktienindex einige hundert Punkte kosten. Ebenso ist ein Kurssprung möglich, wenn heute endlich weißer Rauch in Berlin aufsteigt.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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