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Für die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) ist es eine weitere Möglichkeit, die Kosten zu senken und Kapital für wichtigere Geschäftsfelder freizusetzen. Für den deutschen Markt für Zertifikate und Derivate bedeutet der nun bekannt gegebene Verkauf des Commerzbank-Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) an die Société Générale (WKN: 873403 / ISIN: FR0000130809) eine große Veränderung. Schließlich hat sich das Institut in der Emittentenrangliste mit der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) einen harten Wettbewerb geliefert.

Die Franzosen übernehmen demnach das Geschäft mit der Emission und dem Marketmaking von strukturierten Handels- und Anlageprodukten. Zudem geht die ETF-Sparte Comstage nach Frankreich, während sich die Commerzbank weiterhin um das Begleiten von Unternehmen bei der Emission von Aktien und aktienbasierten Finanzierungsinstrumenten („ECM – Equity Capital Markets“) sowie den Aktienhandel („Equity Trading“) und den Aktienvertrieb („Equity Sales/Brokerage“) kümmern möchte.

Für den deutschen ETF-Markt ist die Entwicklung ebenfalls spannend, da mit Lyxor die europaweite Nummer Drei auf dem deutschen Markt in großem Stil Fuß fassen kann. Insofern ist die Transaktion für beide Seiten ein Gewinn. Kein Wunder also, dass Séverin Cabannes, Deputy Chief Executive Officer, der SocGen begeistert ist: „Société Générale und der EMC-Bereich der Commerzbank sind komplementär und bieten ein hohes Potenzial an Synergien. Diese Akquisition wird unsere Aktivitäten im Bereich Global Banking und Investor Solutions in Übereinstimmung mit unserem Strategieplan 2016-2020 weiter stärken.“ Immerhin: „Für Anleger, die im Besitz unserer Produkte sind, werden wir einen reibungslosen und transparenten Übergang sicherstellen“, so Roberto Vila, Bereichsvorstand Equity Markets & Commodities.

Am Dienstag reagierten Commerzbank-Anleger positiv auf den Anteilsverkauf. Schließlich wird seitens der Bank darin ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Strategie „Commerzbank 4.0“ gesehen, mit der die Komplexität der Bank reduziert und Kapital für die Kerngeschäftsfelder der Commerzbank freigesetzt werden soll. Zwar konnte EMC zuletzt anders als andere Geschäftsbereiche die Erträge steigern, der Kostenaspekt war dem Management jedoch wichtiger. 2017 erwirtschaftete EMC Bruttoerträge von 381 Mio. Euro. Durch die Transaktion kann man sich seitens der Commerzbank auf diese Weise besser auf die Kerngeschäftsfelder konzentrieren. Es bleibt jedoch fraglich, ob dies ausreichen wird, um der zuletzt arg gebeutelten Commerzbank-Aktie zu einem Comeback zu verhelfen. In dieser Frage spielt das Gesamtmarktumfeld eine wichtige Rollen.

Aus Sicht der UBS-Analysten spricht schon einmal die attraktive Bewertung für die Commerzbank und andere europäische Branchenwerte. Ein Grund, warum die Commerzbank-Aktie nicht mehr auf der „Least Preferred List“ für den Bankensektor zu finden ist. Allerdings werden die verschiedenen Risikofaktoren (Italien, Spanien, EZB) als Gründe für eine möglicherweise anhaltende Kursschwäche angeführt.

Wer jedoch auf einen Aufwärtstrend der Commerzbank-Aktie setzt und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VN50KD / ISIN: DE000VN50KD2) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VA3D3V / ISIN: DE000VA3D3V4) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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