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Genauso wenig, wie die Rally in der vergangenen Woche etwas mit einer gestiegenen Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelskonflikt zu tun hatte, ist der heutige Sprung im Deutschen Aktienindex nach oben an die fundamentale Situation angelehnt.

Denn sonst dürfte der Markt wohl kaum positiv auf eine Eintrübung des ZEW-Index auf ein Sechsjahrestief reagieren. Stattdessen setzt sich die Aufwärtsbewegung aus rein technischen Gründen fort. Verantwortlich dafür waren heute Zwangseindeckungen von Leerverkäufern, die zu früh auf fallende Kurse gesetzt haben.

Noch spricht niemand auf dem Parkett über den anstehenden Trump-Besuch in Europa. Dabei ist seine Reise ein echtes Risiko, das die nächsten sieben Tage anhalten wird. Die Märkte unterschätzen diese politische Gefahr komplett. Wie wird sich Trump zunächst auf dem NATO-Gipfel präsentieren? Erst hat man den US-Präsidenten als wankelmütig eingeschätzt. Dann hat man darauf gehofft, dass seine Berater ihn ausbremsen. Jetzt sollte man jedes Mal mit dem Schlimmsten rechnen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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