Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Thema Handelskrieg wieder in die Köpfe der Anleger zurückkehrt. Wer geglaubt hat, dass drei Tage ohne Ankündigungen aus dem Weißen Haus zu neuen Strafzöllen die Situation an der Börse schon verbessern, der lag daneben.

Fundamental hat sich eben nichts verändert, die Rally der vergangenen Stunden war lediglich technisch getrieben und dem sommerlich volumenschwachen Handelsumfeld geschuldet. Folgerichtig prallte der Deutsche Aktienindex an der Widerstandszone von 12.600 Punkten ab und legt nun wieder den Rückwärtsgang ein. Damit bleibt die übergeordnete Tendenz an der Frankfurter Börse weiterhin abwärtsgerichtet.

Im spannungsgeladenen Handelskonflikt scheint der Punkt, an dem eine der beteiligten Parteien blinzelt und zurückrudert, noch nicht erreicht. Solange die Börsen und Trumps politische Zustimmungswerte nach dem Inkrafttreten von Strafzöllen steigen, gibt es einen Anreiz, immer noch eins draufzusetzen. Vielleicht braucht es einen Crash an den Börsen, um Trump zu stoppen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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