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Die Eskalation im Handelskonflikt dürfte zunehmend das weltweite Wirtschaftswachstum belasten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbanken die Zügel etwas lockerer lassen. Und das wiederum ist jetzt der Nährboden, auf dem sich die nächste Erleichterungsrally entlädt. Der Deutsche Aktienindex wagt so einen erneuten Angriff auf die Widerstandszone um 12.600 Punkten.

Im Jahr 2020 rechnen die Börsen jetzt erstmals mehrheitlich wieder eher mit einer Zinssenkung als mit einer Zinsanhebung. Das aber ist ironischerweise genau der Zeitpunkt, zu dem die Europäische Zentralbank damit beginnen will, ihre Zinsen schrittweise zu erhöhen. Das halten die Börsen für unrealistisch und damit steigt zusammen mit den hohen Erwartungen an die Berichtssaison die Hoffnung, dass es an der Börse weiter aufwärts geht.

Schlechte Nachrichten sind gerade wieder gute Nachrichten! Noch vor den Zwischenwahlen Ende des Jahres braucht Trump Ergebnisse und dieses Ergebnis darf auf keinen Fall ein Crash an der Wall Street sein. Damit besteht Hoffnung, dass es bald zu einem Einlenken kommen wird.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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