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Das Treffen zwischen den Präsidenten der Europäischen Union und der USA findet zwar erst am Mittwoch statt, aber schon jetzt bringen sich beide Parteien verbal in Stellung. Das beeinflusst auch die Entwicklungen am deutschen Aktienmarkt. Technisch betrachtet kann man nach dem Fehlausbruch des Deutschen Aktienindex in der vergangenen Woche über 12.550 Punkte die Bullen noch leicht im Vorteil sehen, aber nur solange die 12.390 Punkte verteidigt werden können.

Ab jetzt beginnt der stärkste saisonale Abwärtszyklus des Jahres. Es muss zwar nicht so sein, dass sich die Statistik auch in diesem Jahr bestätigt. Aber solange nichts wirklich bahnbrechend Positives passiert, wird dieser Effekt bis Ende September von unten am DAX ziehen. Bislang war der saisonale Zyklus noch entgegengesetzt. Das erklärt auch zumindest teilweise, warum sich der DAX so widerstandsfähig gegenüber den zahllosen negativen politischen Entwicklungen präsentieren konnte. Es gab saisonal bedingt immer wieder Zwischenrallys. Zumindest die Statistik spräche dafür, dass diese grundlegende Bereitschaft des DAX zu Erleichterungsrallys nun erst einmal vorbei sein könnte.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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