Bildquelle: markteinblicke.de

Fehl-Entwicklungen kosten bekanntlich Geld. In meinem Beitrag „Geldanlagen mit traumhaften Renditen – Glückseligkeit oder Katzenjammer?“ habe ich bereits einige meiner Gedanken zu diesem Thema aufgeführt.

Nicht nur Aktien oder andere börsennotierte Produkte zählen zu den Anlagemöglichkeiten. Es kann alles gut laufen: die Zinsen werden pünktlich bezahlt und die Rückzahlung erfolgt fristgerecht. Schöne Rendite, super Sache. Aber was kann, nicht nur theoretisch, passieren, wenn sich eine Geldanlage ungünstig entwickelt? Leider kann dies auch vorkommen und Anlegerwünsche gehen nicht in Erfüllung. Sicherlich dürfen auch solche Investments angesprochen werden, die bedauerlicherweise für Anleger zu keinem monetären Zuwachs führten oder das eingesetzte Kapital sogar für verlustig betrachtet werden muss? Negative Entwicklungen sind unbefriedigend und Insolvenz klingt nicht gut. So dürften es wahrscheinlich die Anleger der Ogi & Gas Invest AG (OGI AG) sehen, um hierzu ein aktuelles Beispiel aufzuführen. Bei Internetrecherche kann in Erfahrung gebracht werden, dass diese Firma jetzt im Juni Insolvenz angemeldet hat. Beispielsweise hier nachzulesen.

Um was geht es da? In Kurzform: das 2010 gegründete Unternehmen aus Frankfurt am Main bot interessierten Anlegern u.a. Nachrangdarlehen an um Gelder einzunehmen für Investitionen in Sachen Ölförderung in den USA. Investiert werden konnte schon ab 1.000 Euro Anlagebetrag bei Zinsen zwischen 9 und 12% je nach Darlehensbetrag. Später in 2015 wurde ein neues Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt aufgelegt, aber diesmal ohne Rückzahlungsgarantie. Ab Anfang 2016 gab es dann ab 1.000 Euro Anlagebetrag eine nicht an der Börse notierte Unternehmensanleihe mit 5 Jahren Laufzeit, vierteljährlicher Auszahlung, 8,25% Festzins, zu zeichnen über die Firmenwebsite. Hier als Beispiel steht es.

Die Firmenwebsite ogi.ag scheint nicht mehr existent zu sein.

Es gab Ende 2017 einen Wechsel im Vorstand und offenbar hatte das Unternehmen mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Zinszahlungen und Darlehenstilgungen konnten nicht plangemäß vorgenommen werden. Diese Nachrichten dürfte den Anlegern, die wahrscheinlich einer Zitterpartie ausgesetzt waren, nun wenigstens mehr Klarheit auf den Tisch gebracht haben. Es wurde offenbar noch versucht, das Ruder rumzureißen seitens der Gesellschaft durch quasi Zahlungsaufschub, aber jetzt ist ein Insolvenzgericht betraut. Für Investierte wahrscheinlich sehr traurig. Ob sie ihr Geld wiedersehen werden? Es kann erwähnt werden, dass es auch schon Fälle gab, wobei eine Firma wieder aus der Insolvenz herausgekommen ist. Jedenfalls sind Anlagemöglichkeiten am Finanzmarkt reichlich vorhanden und wie heißt es so schön: alles kann, nichts muss, und bei Null ist Schluss.

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