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Der Online-Handelsgigant Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) hat es wieder getan, er hat die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal deutlich übertroffen. Dabei gibt es nicht wenige, die auf eine Enttäuschung gesetzt haben und wie bereits vor drei Monaten sich kräftig verzockt haben, als Amazon die Märkte schockte und die Konkurrenz.

Und nun das: während Amazon beim Umsatz leicht hinter den Markterwartungen zurückblieb (Punktlandung in den USA, im Rest der Welt wohl auch währungsbedingt etwas darunter), konnte der Gewinn verzwölffacht werden! Während die Umsatzerlöse um 39% auf $52,9 Mrd. Dollar stiegen und damit etwas weniger stark als im ersten Quartal, legte der Gewinn von $197 Mio. im Vorjahresquartal auf nun $2,53 Mrd. rasant zu. Und das trotz der weiterhin enormen Investitionen, die Amazon in sein Geschäft pumpt.

Doch auch wenn Amazon der größte Onlinehändler der westlichen Hemisphäre ist, die Gewinne macht erzielt er woanders…

Denn wieder einmal erwies sich Amazons Cloud-Business als der größte Wachstumstreiber. Mit 49% Zuwachs verdoppelte sich der Umsatz von Amazon Web Services (AWS) knapp, während das Ergebnis um sehr starke 80% anzog. Hier ist AWS der dominierende Platzhirsch und das Wachstum ist beeindruckend. Auch wenn die Nummer 2, Microsoft, mit seiner Azure-Plattform eine Wachstumsrate von 89% hinlegen konnte und so den Abstand – etwas – verkürzen konnte.

Ausblick
Für das laufende dritte Quartal peilt Amazon erneut Milliardengewinne an und stellt einen Überschuss zwischen $1,4 und „2,4 Mrd. in Aussicht – und liegt damit deutlich über den bisherigen Markterwartungen. Beim Umsatzwachstum zeigt sich Amazon hingegen etwas reservierter und rechnet mit einem Zuwachs von 23% bis 31 % bzw. $54 bis $57 Mrd.

Zuletzt hatte der Amazone Prime Day Mitte Juli alle bisherigen Rekorde gebrochen: mehr als 100 Mio. Produkte wurden in dem auf 36 Stunden erweiterten Event verkauft und die Anzahl der Prime-Abonnenten dürfte die 100 Millionen-Grenze weit hinter sich gelassen haben – erst vor wenigen Monaten hatte Amazon-Chef Jeff Bezoz stolz das Erreichen dieser magischen Marke verkündet. Die Anzahl der Prime-Mitglieder ist insofern für Amazon von großer Bedeutung, als dass Experten davon ausgehen, dass Prime-Mitglieder bei Amazon in etwa drei mal so viel Umsatz generieren wie „normale“ Kunden…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter…

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Michael C. Kissig / markteinblicke.de

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