Bildquelle: markteinblicke.de

Robo-Advisor werden derzeit an den Finanzmärkten heiß diskutiert. Kein Wunder. Wäre es nicht fantastisch, wenn man seine gesamte Geldanlage dem Roboter überlassen könnte und dieser automatisch die bestmögliche Rendite für einen herausholen würde.

Inzwischen sind viele Robo-Advisor am Markt. Einige von ihnen hat die Stiftung Warentest getestet und sie dabei nicht gerade überschwänglich gefeiert. Von den 14 getesteten Anbietern erhielten lautBrokervergleich.de lediglich zwei die Note gut, sechs wurden mit ausreichend oder mangelhaft gekennzeichnet. Der Rest landete im befriedigenden Niemandsland. In der Branche wollte man dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Daniel Franke von Brokervergleich.de ist der Ansicht, dass manche Bewertungen schwer nachvollziehbar seien.

Das Fachportal Brokervergleich.de unterhält seit mehr als drei Jahren Deutschlands ersten und einzigen Echtgeld-Test für Robo-Advisor. In insgesamt 16 Anbieter wurde zwischenzeitlich investiert – jeweils in ein Portfolio mit mittlerem Risiko bzw. ein Portfolio, welches nach Angabe der Online-Vermögensverwaltungen die beste Anlagevariante darstellt. Die Performance wird monatlich veröffentlicht. Umso verwunderter dürfte man bei Brokervergleich.de gewesen sein, dass die Stiftung Warentest die Entwicklung der Portfolios nicht bewertete. Laut Daniel Franke lassen sich jedoch bestimmte Aspekte – z. B. die Gebühren – nur in Relation zur Performance richtig einordnen. Ein Anbieter ist nur dann wirklich teuer, wenn mit den hohen Gebühren keine entsprechend gute Performance einhergeht. Daher biete es sich laut Franke nicht an, einfach eine Grenze zu ziehen und Anbieter mit mehr als „1,27 Prozent“ im Jahr als mangelhaft abzustrafen. Brokervergleich.de gibt die Performance dagegen generell kostenbereinigt aus.

IShares und Dimensional Funds vorn – Anteil der Emittenten an der Zusammensetzung der Portfolios aus dem Robo-Advisor Echtgeld-Test von Brokervergleich.de.

Neben dem Blick auf die Gebühren wird vonseiten von Brokervergleich.de zusätzlich der starre Blick auf den Portfolioaufbau kritisiert. Laut André Salzwedel, Projektmanager von Brokervergleich.de hätten die Tester ein eigenes, stark sicherheitsorientiertes Portfolio als verbindlichen Maßstab herangezogen und keinen Platz für individuelle Strategien oder Interpretationen gelassen. Im Echtgeld-Test wird die Strategie bzw. das Modell hinter der jeweiligen Geldanlage der Robo-Advisor prinzipiell nicht infrage gestellt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Vergleich von Robo-Advisorn mit klassisch konservativen Ansprüchen und dem Bankgeschäft. Laut Daniel Franke verstehen sich Online-Vermögensverwaltungen jedoch als Dienstleister, die den Kunden mittels weniger Klicks bequem zu einer Geldanlage verhelfen. Der Vorteil von Robo-Advisorn liege unter anderen darin, dass Kunden sich nicht unbedingt intensiv mit dem Aufbau eines Portfolios beschäftigen müssen. Laut André Salzwedel seien deshalb sogar ein paar Abschläge bei der Performance verkraftbar. Am wichtigsten ist jedoch die Einschätzung der Kunden. Diese kommen nun zu Wort:

Wie gut sind die Robo-Advisor nun wirklich? Das könnten derzeit die Kunden bewerten, lautet die Aussage der Redaktion von Brokervergleich.de. Noch bis zum 18. September 2018 dürfen jene ihren Robo-Advisor des Jahres bestimmen.

 

 

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