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Der Deutsche Aktienindex verabschiedet sich versöhnlich ins Wochenende. Wie schon an vergangenen, positiven Handelstagen bleiben die Anleger aber in Habachtstellung, was die Situation im Handelskonflikt anbelangt.

Auch heute wertet der Yuan weiter ab und umso mehr das passiert, desto stärker wird Trump versucht sein, die Strafzölle auf chinesische Warenimporte zur Kompensation dieser in seinen Augen offen stattfindenden Währungsmanipulation zu erhöhen. Denn China hebelt die Strafzölle mit der Yuan-Abwertung teilweise aus. Aus dem Handelsstreit ist längst ein Währungsstreit geworden.

Die chinesische Volkswirtschaft ist überhebelt und hoch verschuldet. Die Schuldenquote wuchs auf Zehnjahresfrist von 140 auf 300 Prozent. Auch die heutigen Daten zeigen, dass sich das Wachstum in China weiter abkühlt. Ergo könnte die Schuldenquote noch weiter steigen. Trump könnte es im Ernstfall also darauf anlegen, die Kapitalverkehrskontrollen, mit denen China seine Wirtschaft und Währung zusammenhält, zum Einsturz zu bringen. Die USA wollen die Rolle der Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft nicht länger den Chinesen überlassen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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