Bildquelle: markteinblicke.de

Wann hatten wir zuletzt in Deutschland solch einen Sommer? Messdaten und Werte können zum Beispiel dem weit zurückreichenden Archiv bei Kachelmannwetter entnommen werden. Ist das dieses Jahr eigentlich eine einmalige Sache oder können wir schon vom Beginn des Klimawandels sprechen?

Wie heißt es so schön: des einen Freud ist des anderen Leid. Abgesehen davon: eine Dürreperiode kann durchaus auch wirtschaftliche Folgen haben.

Zu den Gewinnern dieser heißen Tage dürfte alles gehören was Kühlung verspricht. Ich kann mir vorstellen, Klimageräte und Ventilatoren sollten diese Saison keine Ladenhüter bleiben, Freibäder einen regen Betrieb verzeichnen können und auch Zufriedenheit vorherrschen bei der deutschen Touristenbranche, wie an der Nordsee und Ostsee. Kalte Getränke, Speiseeis, Eiswürfel, Kühlakkus… also bei solchen Temperaturen sollten die Umsätze nicht bescheiden ausfallen. Leichte Bekleidung steht auf der Tagesordnung und Artikel für Freizeit-und Wasserspaß, Beschattung, Bademode, Kühltaschen und einiges andere könnten sich gut verkaufen.

Temperaturen über 30 Grad sind aber nicht für jeden und alles von Vorteil. Insbesondere für ältere oder kranke Menschen könnte sich das Wetter sehr belastend auswirken. Überhitzungsgefahr und Flüssigkeitsmangel sind sicher ernstzunehmende Risiken. Es arbeitet auch nicht jeder zu Hause oder in klimatisierten Büroräumen – viele Menschen müssen ihre Arbeit im Freien verrichten.

Was ist mit Versicherungsschäden und etwaigen Preiserhöhungen auf Lebensmittel?
Landwirte rechnen mit teils hohen Ernteausfällen und finanziellen Einbußen. Pflanzen, Obst und Gemüse benötigen nicht nur Wärme sondern auch Wasser um zu gedeihen und die Sonne sollte nicht zu Verbrennungen führen. Angebaut auf Feldern wird zum Beispiel Getreide, Mais, Rüben, Kartoffeln. Welche Bewässerungsmethoden gibt es eigentlich für den Feldanbau? Kann nun mit finanzieller Hilfe vom Staat oder der EU gerechnet werden und zu welchem Zeitpunkt? Auch Landwirte wollen für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden und jeder will schließlich vernünftig leben können. Für Endverbraucher könnten sich die Preise auf bestimmte Waren ändern, denn bedingt durch eine schlechte Ernte dürfte eine Verknappung des Erntegutes vorliegen, sofern nicht kostengünstig importiert werden kann.

Für die Besitzer von beispielsweise Weinbergen und Schrebergärten bleibt vermutlich nur der Weg, das Wasser von Zuhause in Kanistern vor Ort zu bringen. Ortschaften und Städte müssen sicherlich auch Sorge tragen, dass bepflanzte Stellen an öffentlichen Plätzen bewässert werden und nichts vertrocknet.

Auswirkungen hat die Trockenheit auch auf andere Bereiche. Aus der Tierwelt ist zu lesen von Fischsterben, stark wachsenden Quallen und Vieh-Notschlachtungen. Es besteht Brandgefahr und der Wasserstand in Flüssen geht zurück, was die Schifffahrt beeinträchtigt. Güter und Waren müssten dann anderweitig transportiert werden, und dies könnte unter Umständen mit Mehrkosten verbunden sein.

Was überwiegt also?
Fakt ist: es ist zu trocken! Gegen die Hitze hilft wohl nur eines: trinken, trinken, trinken und ein kühles Plätzchen suchen, wenn einem das möglich ist. Der eigene Körper bedarf der Pflege, denn wir haben nur den einen. Dabei denke ich an Sonnenschutz, Cremen der Haut und Befeuchtung der Schleimhäute durch das Benutzen von Augentropfen/Gel und Nasencreme.

Gartenbesitzer können Regenwasser sammeln. Abzapfen vom Dachrinnenrohr und Befüllung von Regentonne oder Tank, ggf. zusätzlich alle vorhandenen Eimer oder Behälter voll machen, kommt billiger als das Wasser vom Hahnen. Den Vöglein darf eine Wasserstelle bereitgestellt werden zum Trinken und baden.

Kommen Sie gut durch die heißen Tage!

P.S. Aus Börsianersicht sollte man sich einmal DeLongi (WKN: 694642 / ISIN: IT0003115950) näher anschauen. Neben Küchengeräten, Kaffeemaschinen sind die auch im Klimageschäft tätig. Der Chart spricht für sich:

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