Bildquelle: markteinblicke.de

Jedem Anleger ist klar, dass Management und Aufsichtsrat eines Unternehmens am besten über dessen Zukunft Bescheid wissen. Warum nicht dieses Wissen in ein Index-Zertifikat münden lassen? Ein spannendes Thema, dass die Deutsche Bank schon früh aufgegriffen hat.

Der beste Signalgeber zum Kauf der Aktien eines Unternehmens sollte das Management sein. Wenn ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied eigene Aktien kauft oder verkauft, sollte dies Hinweise auf den zukünftigen Kursverlauf geben. Im Zeitalter des Internets sind diese Infos heute problemlos für jeden einsehbar. Auch private Anleger können mit diesem Wissen ihre Kaufentscheidung beeinflussen, denn der Vorstand hat schon lange vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen ungefähre Kenntnisse von deren Ausgang. Das gleiche gilt für geplante Übernahmen oder Umstrukturierungen. Vorstände und Aufsichtsräte gelten daher als perfekter Kompass für die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft.

Die Meldepflicht. Per Gesetz sind diese sogenannten Unternehmens-Insider verpflichtet, den Kauf und Verkauf von Aktien der eigenen Gesellschaft den Aufsichtsbehörden zu melden. Die Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) verlangt daher insbesondere von Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsorgans eines Emittenten sowie von allen anderen Personen, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen haben und zugleich wesentliche unternehmerische Entscheidungen treffen, dass sie Eigengeschäfte mit finanzmarktgehandelten Anteilen und Schuldtiteln des Emittenten oder damit verbundenen Finanzinstrumenten, innerhalb von drei Geschäftstagen melden.

Die Finanzaufsicht. Die BaFin selbst erklärt: „Die Kenntnis über diese Art von Geschäften ist für den Kapitalmarkt von großer Bedeutung, da diese Transaktionen Anhaltspunkte über die Einschätzung der weiteren Geschäftsaussichten durch die Unternehmensleitung geben.“ Vor allem aber sei „die Veröffentlichung dieser Geschäfte ein wichtiger Beitrag zur Prävention von Insidergeschäften“. Meldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften können Privatanleger für ihre Anlagestrategie verwenden. Dafür können sie über die BaFin-Datenbank unter www.unternehmensregister.de oder über Finanzseiten einzelne Informationen abfragen. Der Nachteil: Die Verfolgung dieser einzelnen Transaktionen erfordert Mühe. Nutzer müssen gezielt und vor allem regelmäßig suchen. Hat man eine oder mehrere interessante Aktien gefunden, müssen diese selbst über eine Bank oder ein Online-Depot geordert werden.

Der Insider Index. Bequemer ist es, über den Kauf eines Insider-Zertifikats vom Wissen dieser Eingeweihten zu profitieren. Die Deutsche Bank hat zum Beispiel ein solches Papier bereits seit dem Jahr 2006 auf den Markt gebracht, das Solactive Insider Index Zertifikat (WKN: DB6GWD / ISIN: DE000DB6GWD5). Dieser Index bildet die Kursentwicklung ausschließlich deutscher Unternehmen ab, die im abgelaufenen Quartal das höchste Verhältnis von Insider-Käufen im Verhältnis zur Marktkapitalisierung aufwiesen.

Fazit. marktEINBLICKE findet das Derivat mehr als spannend! Der Blick auf die Rendite sagt viel aus – auch wenn in manchen Jahren selbst Insider gewaltig falsch liegen. Wenn die Aktienmärkte stark fallen, sind aber halt auch Insider manchmal machtlos. Dennoch: Wer ein Fabel für langjährige und chancenreiche Zertifikate hat, der sollte sich das Produkt der Deutschen Bank genauer anschauen.

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