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Derzeit ist es schwer, einen Handwerker zu bekommen. Denn ganz Deutschland renoviert und werkelt irgendwie in den eigenen Wänden oder am Haus. Das geht halbwegs ohne Stress – wenn man es richtig anpackt.

Renovieren kostet Geld. Je nachdem was auf der Agenda steht, viel Geld. Daher sollte die Finanzierung das erste überhaupt sein, was geregelt werden muss. Ist diese geklärt, sollte es schnell losgehen, denn oftmals sind an die Bau- und Renovierungskredite auch Bereitstellungszinsen gekoppelt – das heißt, Sie zahlen für jeden Euro zusätzlich Zinsen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sie das Geld bei der Bank abrufen. Irgendwann starten Sie dann also: Doch Handwerker haben teilweise die Angewohnheit, dass ein Auftrag schnell entgegengenommen wird, die Ausübung der Tätigkeit sich dann aber hinziehen kann.

Die Baubegleitung. Um sich emotionalen Ärger und Terminstress zu ersparen, ist das Hinzuziehen eines Architekten als Bauleiter, der die einzelnen Gewerke innerhalb des Projektes organisieren kann, oftmals ein guter Schachzug. Dessen Honorar ist am Ende sinnvoll ausgegeben! Um Sanierungsfehler zu vermeiden, wird ein Bauleiter dann auch qualifizierte Handwerker in Ihrer Nähe finden, die Sie kompetent bei der Umsetzung Ihres Sanierungsvorhabens unterstützen. Das sollte Ruhe in die manchmal doch hektische Zeit des Renovierens bringen.

Die Heizungsfalle. Häuser, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut wurden, haben nach heutigen Maßstäben eine sehr schlechte Gebäudehülle. Es geht Ihnen Wärme verloren und am Ende steigen natürlich auch die Heizungskosten. Es mag auf den ersten Blick übertrieben klingen, aber über eingesparte Heizkosten macht sich jede Sanierung schnell bezahlt. Jahrzehnte alte Heizungen sollten ausgetauscht werden. Aber Vorsicht: Je nach Bundesland sind besondere Anforderungen an die Nutzung von erneuerbaren Energien zu berücksichtigen. In Baden-Württemberg müssen etwa beim Austausch der Heizung 15 Prozent der Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugt werden. Das kann dann entweder durch den Einsatz von Solarthermie, Photovoltaik, Pellet- oder Holzheizung, Wärmepumpe oder Biogas für die Gasheizung bzw. Bioöl für die Ölheizung.

Die Fördermittel-Falle. Fördermittel zur Sanierung gibt es in Deutschland zuhauf. Mehr als 5.000 Förderprogramme stehen für die verschiedensten Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung. Wir sagen es Ihnen gleich: Es ist richtig viel Papierkram – dahinter stehen aber nicht nur zinsgünstige Kredite (der KfW) bereit, sondern auch zahlreiche direkte Zuschüsse, die das Sanierungsbudget entlasten. Ihr Architekt und auch Fachhandwerker werden Ihnen im Förderdschungel helfen!

Wichtig zu wissen. Zusätzlich zu den Fördermitteln für die Sanierungsmaßnahmen können 50 Prozent der Kosten für die Baubegleitung von der KfW übernommen werden (bis zu 4.000 Euro). Aber der unabhängige Experte muss VOR der Beauftragung der Handwerker und VOR Beginn der Sanierung beauftragt werden.


Checkliste Handwerker-Angebote

Vergleichen lohnt sich immer! Das gilt natürlich und vor allem für Handwerksleistungen. Diese Checkliste soll Ihnen helfen, aussagekräftige Angebote von Handwerksbetrieben zu erhalten und anschließend den richtigen Partner zu finden.

  • Fordern Sie mehrere Handwerksbetriebe zur Abgabe eines Angebots auf. Drei Angebote sollten es schon sein, um Preise vergleichen zu können.
  • Führen Sie mit dem Handwerker eine Gebäudebegehung. Diese hilft dem Handwerker bei der Erstellung eines aussagekräftigen Angebots.
  • Formulieren Sie die gewünschten Leistungen und Qualitäten der Arbeiten sehr genau.
  • Klären Sie ab, ob für die Erstellung des Angebots Kosten anfallen. Wenn ja, sollten diese bei einer Beauftragung verrechnet werden können.
  • Fragen Sie die Handwerker nach Fördermitteln.
  • Informieren Sie die Handwerker vorab, ob Sie selbst sich um Gerüst, Abfallcontainer, Lagerflächen etc. kümmern.
  • Fordern Sie das Angebot in Schriftform ein, alles andere hat keinen Bestand!

Checkliste Schlussrechnung

Sie haben die Handwerker und deren Leistungen vor Ort abgenommen? Dann bekommen Sie nun entsprechend als Auftraggeber die Schlussrechnung. Doch bevor Sie zahlen, müssten Sie alle unten aufgeführten Punkte mit ja beantworten können – wenn nicht sollten Sie das Gespräch mit dem jeweiligen Handwerker suchen.

  • Ist die Übergabe und Abnahme erfolgt?
  • Wurde die Leistung zu Ihrer Zufriedenheit erbracht?
  • Sind Mängel, falls es welche gab, fachgerecht beseitigt worden?
  • Passt die Handwerker-Schlussrechnung mit dem Angebot überein?
  • Gibt es Abweichungen bei der Rechnung zum Angebot – sind diese begründet?
  • Gab es Zusatzleistungen, die im Angebot noch nicht geordert waren? Sind diese gesondert gelistet und nachvollziehbar?
  • Falls Sie Abschlagszahlungen geleistet haben, sind diese in der Schlussrechnung berücksichtigt?

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