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Auch die am Mittag herumgereichte Nachricht über eine baldige Freilassung des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson aus türkischer Haft erwies sich im Nachhinein als eine „Fake News“. Dass der Deutsche Aktienindex daraufhin zu einer Erleichterungs-Rally ansetzte, zeigt, dass sich viele auf dem Parkett so ein Einlenken der Türkei wünschen.

Eine echte bedrohliche Situation für das europäische Bankensystem aus verlorenen Krediten aus der Türkei besteht nicht. Wir haben es aber sehr wohl mit wirtschaftlichen Schäden zu tun. Aber wirtschaftlich steht die Europäische Union stark da. Das Geldsystem ist stabil. Das Vertrauen in die EZB liegt bei 100 Prozent. Es zweifelt derzeit kaum jemand daran, dass im Notfall nicht das Richtige getan werden wird. Jetzt hoffen viele Anleger darauf, dass die Türkei den Internationalen Währungsfonds involviert. Was die Börsen jetzt in der Türkeifrage suchen, sind Verlässlichkeit und Maßnahmen, die auf den internationalen Kapitalmärkten für Vertrauen sorgen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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