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Die Yuan-Abwertung ist zwar auch ein handelspolitisches Druckmittel der Chinesen gegen Trumps Strafzölle, da eine schwächere Währung die Strafzölle zum Teil aushebelt. Sie wirkt wie ein Strafzoll auf alles. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass die Börsen den fallenden Yuan in eine wachsende Gefahr einer harten Landung der chinesischen Volkswirtschaft übersetzen.

Die Schwellenländer stehen massiv unter Druck durch den starken Dollar, die hohen Zinsen der Dollarkredite und die Handelsdrohungen Trumps. Der mexikanische Peso, die türkische Lira, der russische Rubel, der südafrikanische Rand, der chinesische Yuan: Hier braut sich etwas zusammen, was zu einem großen Problem werden könnte.

Eines wird jetzt immer klarer: War am Anfang ein einfaches Zurückdrehen der Strafzölle noch ein Strohhalm, an den sich die Märkte klammern konnten, werden sich die aktuellen Entwicklungen nicht mehr so schnell zurückdrehen lassen. Wir haben es hier mit echten wirtschaftlichen Schäden durch die amerikanische Handelspolitik zu tun.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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