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Die Deutsche Beteiligungs AG (WKN: A1TNUT / ISIN: DE000A1TNUT7) hat ein schweres Geschäftsjahr zu meistern, wie man auch am Kurs ablesen kann. Dabei läuft es eigentlich ziemlich gut für das SDAX-Unternehmen, nur die Fußstapfen des Rekordvorjahres und dem entsprechend die Erwartungen der Börse sind ausgesprochen hoch.

Naja, waren… Denn die DBAG hat in den letzten Monaten einige Federn lassen müssen und zählt mit einem Kursverlust von 18,5% seit Jahresstart zu den schlechteren SDAX-Werten. Selbst wenn man die Bruttodividende von €1,40 mit einbezieht, bleibt ein Minus von 15% und das Jahreshoch hatte im Januar sogar bei €52 gelegen. Dieser Kursabsturz hat durchaus Gründe, die sowohl im geschäftlichen Bereich des Unternehmens liegen, am Wesen seines Geschäftsfelds und eben auch an der Psychologie der Marktteilnehmer – die Gier war zu groß geworden und die Erfolge des Vorjahres scheinen einige einfach linear in die Zukunft fortgeschrieben zu haben. Aber so einfach läuft das eben nicht. Aber es läuft wieder besser und deshalb könnte die DBAG wieder interessant(er) werden…

Übererwartungen
Das am 30.09.2017 endende Geschäftsjahr 2016/17 war das erfolgreichste der DBAG-Geschichte. Man hatte diverse Beteiligungen verkaufen können und dabei sogar immer noch höhere Preise erzielt, als man zum jeweiligen Quartalsende ausgewiesen hatte. Das schraubte den Jahresgewinn in ungeahnte Höhen auf einen Rekordniveau. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sank beträchtlich und führte zu der Erwartung, dass es auf diesem hohen Niveau weitergehen würde.

Doch wir wissen ja, dass das KGV bei Beteiligungsunternehmen nicht die bevorzugte Bewertungskennzahl sein sollte; hier sollte man lieber auf den NAV (Nettoinventarwert bzw. Buchwert) abstellen. Und nach dieser Betrachtung war die DBAG trotz aller Gewinne und Erfolge bei €50 ambitioniert bewertet. Zumal die hohen Exit-Gewinne sich im Geschäftsjahr 2017/18 kaum wiederholen lassen würden, das war absehbar. Denn die DBAG hat ja nur begrenzt Beteiligungen im Bestand (ihrer Beteiligungsfonds) und nachdem so viele „reife“ Beteiligungen veräußert worden waren, war die Exit-Pipeline deutlich geschrumpft. Das schienen aber viele Marktteilnehmer so nicht im Blick zu haben und als die DBAG dann ihre Jahresprognosen mit einem zurückgehenden Ergebnis herausgab, war erstmal Katzenjammer angesagt…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter…

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Michael C. Kissig / markteinblicke.de

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