Bild: AMS

Die Aktie der ams AG (WKN: A118Z8 / ISIN: AT0000A18XM4) hat seit Mitte März diesen Jahres rund 40 Prozent an Wert verloren. Der Grund: Der österreichische Hersteller von hochwertigen Sensorlösungen hatte im zweiten Geschäftsquartal weniger Umsatz generiert als von Experten erwartet. Zudem sackte der Nettogewinn deutlich ins Minus. Zwar zeigte sich das Unternehmen bei der Vorlage der Q2-Zahlen für das Gesamtjahr optimistisch. Die Analysten sind nach Angaben von Thomson Reuters ebenfalls zuversichtlich. Die Anleger teilen diese Einschätzung jedoch noch nicht.

Die ams produziert Halbleiter für Sensoren, Energiemanagement und drahtlose Geräte. Im ersten Halbjahr steuerte der Bereich Consumer & Communications rund 73 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der Rest wurde mit dem Automobilbereich, der Industrie und der Medizintechnik erwirtschaftet. Diese extreme Abhängigkeit von der Mobilkommunikation und der Unterhaltungselektronik verunsichert Anleger besonders. Schließlich dominieren Apple und Samsung diese Märkte. Pläne, diese Abhängigkeit zu reduzieren sind bisher gescheitert. Dabei wurden in den vergangenen Jahren Millionen Dollar in Übernahmen wie CMOS Sensors, einem Sensor-Spezialisten für Gasmessungen und Infrarot-Anwendungen, investiert.

Derweil positioniert sich der Konzern in Wachstumssegmenten. Nach eigenen Angaben zählt ams zu den führenden Herstellern von 3D-Sensorik-Produkten, wie sie  beispielsweise für die Gesichtserkennung bei Smartphones und zunehmend auch im Automobilbereich und hier vor allem beim autonomen Fahren, eingesetzt werden. Einem Beitrag auf businesswire zufolge wird der Markt für 3D-Sensoren bis 2023 auf ein Volumen von ca. 6,5 Milliarden Dollar steigen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2018 bis 2023 von rund 25 Prozent. Von diesem Trend will ams profitieren. Im Halbjahresbericht verwiesen die Österreicher zudem auf umfangreiche Produkthochläufe im Consumer-Markt, die ams einen Rekordumsatz im zweiten Halbjahr bescheren könnten. Bis 2020 wolle man  eine EBIT-Marge von 30 Prozent erreichen.

Ambitionierte Bewertung

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23,1 und einer Dividendenrendite von 0,7 Prozent (Quelle: Thomson Reuters) ist die Aktie von ams kein Schnäppchen. Zudem stieg zuletzt die Nettoverschuldung kräftig an. Gelingt hingegen die Gewinnwende erscheint die Bewertung moderat.

Charttechnischer Ausblick: ams AG

Widerstandsmarken: 70,00 / 90,00 CHF

Unterstützungsmarken: 50,00 / 60,00 CHF

Die Aktie mit Hauptlisting an der SIX in der Schweiz legte 2017 kräftig zu. Im diesem Jahr unterliegt das Papier starken Schwankungen und hat seit dem Hoch über 40 Prozent verloren. Aktuell pendelt sich die ams im Bereich von 70 CHF ein. Unterstützung findet ams zwischen 60 und 70 CHF. Solange diese Zone hält, besteht die Chance auf eine Erholung bis 90 CHF. Kippt die Aktie hingegen unter 60 CHF droht die Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis 50 CHF.

ams in CHF; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Investmentmöglichkeiten

Discount-Zertifikate auf die ams AG

Basis-wert WKN Verkaufs-preis in EUR Cap (obere Kursgrenze)in EUR FinalerBewertungstag
ams AG HX3R1L 54,40 70,00 15.03.2019
ams AG HX3R29 54,63 75,00 21.06.2019

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 23.08.2018; 9:44 Uhr

Optionsscheine auf die ams AG:

Basis-wert WKN Verkaufs-preisin EUR Basis-preisin CHF Typ FinalerBewertungstag
ams AG HX390Z 0,78 70,00 Call 13.03.2019
ams AG HX38U4 1,10 70,00 Put 19.06.2019

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 23.08.2018; 9:31 Uhr

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte bei HypoVereinsbank onemarkets

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